Proklamation in Grevenbroich-Orken: Grenadiere regieren jetzt im Karneval

Proklamation in Orken : Drei jecke Grenadiere regieren im Karneval

Karneval in Orken erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Und so konnten die „Grielächer“ am Wochenende mit drei nahezu ausverkauften Veranstaltungen fröhlich in die Session starten.

Zu Beginn wurde das neue Dreigestirn proklamiert: Prinz Dirk Korte, Bauer Johannes Erdmann und Jungfrau Oliver „Olivia“ London. Damit wagt das Trio, das sich im Schützenwesen perfekt auskennt und gemeinsam im Grenadierzug „Echte Frönde“ aktiv ist, einen Schritt ins Winterbrauchtum. Am Freitag Abend zogen die drei närrischen Brauchtumsfreunde mit Pauken und Trompeten ins Festzelt ein – begleitet vom Musikzug TV Orken. Unter dem Beifall der Jecken bekamen sie im voll besetzten Zelt ihre Insignien überreicht.

Mit Prinzenführer Dirk Ueberschär – übrigens aktueller Kronprinz der Schützen – haben die drei einen, wie sie sagen, „kompetenten Spaßvogel“ an ihrer Seite, der auch schon Teil des Dreigestirns gewesen ist. „Diese Unterstützung können wir bei den zahlreichen Terminen auch gut gebrauchen“, sind sich die drei Männer einig. „Ein Höhepunkt neben der Proklamation wird sicher der Altweiberball sein, der ebenso wie der Umzug am Samstag immer größer und größer wird. Mit unserem neuen Vorstand geht es wirklich steil bergauf.“

Das neue Dreigestirn macht sich stark für den Erhalt und die Verbindung von Brauchtum und Tradition. „Dabei sind wir froh über die Unterstützung unserer Freunde. Wir hatten kaum ausgesprochen, dass wir das Dreigestirn sein wollen, da hatten wir unser Team schon zusammen“, sagt Dirk Korte, der sich in einigen Vereinen engagiert, etwa der Vize-Präsident des TV Orken ist. „Ohne Brauchtum geht es einfach nicht“, sagt er. Auch Johannes Erdmann ist Mitglied im TV Orken und spielt dort aktiv Badminton, außerdem feuert er die Spieler der Borussia Mönchengladbach an. Oliver London ist beruflich als Vertriebler weltweit unterwegs, verankert im BSV Orken als Geschäftsführer und schaltet gerne im Urlaub in seiner zweiten Heimat, in Bayern, ab.

„Wir sind total begeistert. Das war die bestbesuchte Proklamation seit vielen Jahren“, sagt Dirk Ueberschär. „Wir vom Vorstand haben uns immer wieder angeschaut und konnten unser Glück kaum fassen.“ Bis Mitternacht wurde gefeiert.