Projekt Gute Schule 2020 ermöglicht Umbau- und Sanierungsmaßennahmen in Grevenbroich

Sanierungen in Grevenbroich : Umsetzung „Gute Schule“ läuft nach Plan

Undichte Dächer, bröckelnder Putz, fehlende Technik: Das Programm der Landesregierung „Gute Schule 2020“ soll Abhilfe schaffen. Auch in Grevenbroich. Derzeit werden am „Erasmus“ Maßnahmen zur digitalen Aufrüstung ergriffen.

Bau, Erhalt und Modernisierung von Schulgebäuden ist Aufgabe der Stadt. Bei einer notorisch klammen Kasse ist es nicht leicht, notwendige Maßnahmen in den Erfolg zu führen. Das Programm der Landesregierung „Gute Schule 2020“ verspricht Hilfe. Daraus stehen seit 2017 für vier Jahre je 865.000 Euro zur Verfügung, wie Kämmerin Monika Stirken-Hohmann sagt. „Eine der wesentlichen Maßnahmen wird die Erweiterung der EDV-Verkabelungen sein“, beschreibt sie Investitionen 2018. Damit wird die „digitale Revolution eingeleitet“, zitiert Thomas Staff, Fachbereichsleiter Schulen, Schulministerin Yvonne Gebauer. „So wird Breitband ans Gebäude gebracht“, erklärt Staff, per Verkabelung und W Lan können im Unterricht dann Beamer, Tablet & Co. eingesetzt werden.

„An den Schulen wird grundsätzlich das ganze Jahr über in und an den Gebäuden gearbeitet. Notwendige bauliche Maßnahmen sind leider nicht auf die Ferien begrenzt“, teilt Stadtsprecher Stephan Renner mit. Immer wird der Spagat versucht, lärm- und schmutzintensive Maßnahmen auf Zeiten zu verlegen, in denen nicht unterrichtet wird. So wie jetzt am Erasmus-Gymnasium. „Ein weiter Gebäudekomplex“, seit Mai sind Fachmann Jürgen Rudolph und Team am Werke, wie Dirk Schwarz, Leitung Gebäudemanagement, sagt. 9,6 Kilometer doppeladrige Kabel namens Duplexleitung, 900 Meter Brüstungskanal (“da kommt die ganze Technik rein“), 15 Patch-Felder, 45 Federstromschalter sowie 320 Datenleitungen werden verbracht. „Ende September wollen wir mit allem fertig sein“, terminiert Dirk Schwarz Ziele. Als Sicherheitspolster blieben die Herbstferien, um eventuelle Restarbeiten ausführen zu können. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 180.000 Euro.

„Ohne die Kooperation und Mitarbeit der jeweiligen Schule geht nichts“, sagen Schwarz und Staff übereinstimmend – beides liefe in Grevenbroich nach „anfänglichen Startschwierigkeiten richtig gut“. „Wir sind froh, so weit zu sein“, bilanziert Thomas Staff die Umsetzung des Projekts. „Das hätten wir vor fünf Jahren nicht für möglich gehalten.“ Der Stand der Dinge: An der Realschule Wevelinghoven gehen jetzt die Verkabelungsarbeiten in die Endphase. „Am Ende wird eine umfassende EDV-Infrastruktur in allen Klassenräumen geschaffen sein, mit der die Schule für einen modernen mediengerechten Schulunterricht gerüstet ist“, beschreibt es Stephan Renner. Das Kostenvolumen liegt bei 140.000 Euro.

An der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule, stehen die Arbeiten im ehemaligen Hauptschulgebäude an der Parkstraße im Rahmen der Phenolsanierung quasi vorm Abschluss. Der neue Bodenbelag beispielsweise ist flächendeckend verlegt. Im Moment wird bereits an der Wiedereinrichtung der Naturwissenschaftlichen Räumen gearbeitet, die ersten neuen Möbel werden verräumt. Die nächsten Wochen werden für anstehende Restarbeiten im Sinne eines Feinschliffs genutzt, damit nach den Sommerferien der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Das Gesamtbudget der Maßnahme umfasst 900.000 Euro.

Übrigens: Noch in den Sommerferien gehen die Fachplaner ans Pascal-Gymnasium, um da alles für die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. „Und dann kommen die Grundschulen dran“, sagt Thomas Staff. Ende 2020 sollen dann alle Projekte abgeschlossen sein.

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