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Grevenbroich: Polizeibeamter ist neuer Regimentsspieß

Grevenbroich : Polizeibeamter ist neuer Regimentsspieß

Der Bürgerschützenverein hat eine neue "Mutter der Kompanie": Hartmut Batz ist am Wochenende von Oberst Manfred Moll zum Regimentsspieß befördert worden. Für den 55 Jahre alten Polizeibeamten geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung.

"In den 60er Jahren habe ich Alois Lüttges bewundert, der damals das Amt bekleidete", gibt der gebürtige Gartenstädter zu: "Er imponierte mir nicht nur als Mensch, sein ganzes Erscheinungsbild faszinierte mich." An diese Schwärmerei muss sich Regimentschef Moll wohl erinnert haben. Als es nun galt, den Posten neu zu besetzen, war Harmut Batz erster Ansprechpartner für den Oberst. Am Wochenende wurde der 55-Jährige mit der Spießschnur und dem markanten Tschako ausgerüstet, den er am Sonntag erstmals offiziell aufsetzen wird.

Hartmut Batz ist seit 1972 Mitglied des BSV Wevelinghoven. Als 14-Jähriger marschierte er zunächst bei den Grenadieren mit, als seine Freunde 1976 den Jägerzug "Grön Gemöß" aus der Taufe hoben, wechselte er die Uniform. Im Jahr 1998 wurde Batz in den Vorstand des etwa 500 Mitglieder starken Jägerkorps gewählt, seit 2006 ist er Vorsitzender der stärksten Abteilung des Vereins. Nun kommen weitere Aufgaben auf ihn zu.

"Als Regimentsspieß habe für ein adrettes Auftreten unserer Schützen zu sorgen", sagt der Mann, der an der Römerstraße geboren wurde. Beim großen Festzug am Sonntag muss er ein Auge auf 900 aktive Schützen werfen – und natürlich auf die rund 400 Musiker, die mit von der Partie sein werden. Ein allzu strenger Spieß will Hartmut Batz aber nicht sein: "Ich möchte die Balance zwischen dem Spaß an der Freud' und der Ernsthaftigkeit des Repräsentierens hinbekommen."

(wilp)