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Grevenbroich: Polizei warnt vor Navi-Dieben

Grevenbroich : Polizei warnt vor Navi-Dieben

Die Polizei warnt vor Dieben, die vermehrt Wertgegenstände aus Autos stehlen. Oftmals handelt es sich dabei um Navigationsgeräte. Polizeisprecherin Diane Drawe betont, dass sich die Straftaten in diesem Jahr auf einem ähnlichen hohen Niveau bewegen wie 2011.

"Möglicherweise wird es sogar überschritten", sagt sie auf NGZ-Nachfrage. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr in Grevenbroich 141 Diebstähle aus Autos. In 34 Fällen hatten es die Täter auf Navigationsgeräte abgesehen. Bei 24 handelte es sich um mobile Geräte, die restlichen zehn waren in den Wagen festinstalliert.

Bei den Tätern handelt es sich häufig um professionelle Diebe. "Sie schlagen in der Regel nachts zu. Oft sind sie in Wagen mit niederländischen Kennzeichen unterwegs", sagt Drawe. Für die Einbrüche in Autos brauchen die Täter meist nur wenige Minuten und sind dann rasch vom Tatort verschwunden. "Allerdings geht so ein Diebstahl meistens nicht geräuschlos vor sich", betont Drawe. Denn oft werden Seitenscheiben an den Pkw eingeschlagen, hin und wieder lösen Alarmanlagen aus.

Die Polizei bittet die Bürger daher, bei verdächtigen Geräuschen sofort die % 110 zu rufen. So bestehe die Möglichkeit, die Diebe noch in der Nähe des Tatorts zu erwischen. Die Absatzmärkte für die Navigationsgeräte sind oft schwer zu durchschauen. Manche Geräte werden im Internet angeboten, andere im Ausland verkauft.

Vor allem auf die festinstallierten Geräte haben es die Täter abgesehen. Der Grund: Während mobile Navigationsgeräte schon für weniger als 100 Euro zu haben sind, schlagen festinstallierte Navis durchaus mit einem Preis ab 1500 Euro zu Buche — und sind schwer vor Dieben zu schützen.

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