Grevenbroich: Polizei rüstet sich für rheinisches Derby

Grevenbroich : Polizei rüstet sich für rheinisches Derby

Einsatzkräfte zeigen wegen des Fußball-Spiels in Mönchengladbach verstärkt Präsenz an Bahnhöfen.

Die Polizei im Rhein-Kreis Neuss wird morgen, 14. Februar, verstärkt die Bahnhöfe und deren Umfeld ins Visier nehmen und dort erhöhte Präsenz zeigen. Das bestätigt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Grund für die Maßnahmen ist das rheinische Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln in der Fußball-Bundesliga. Beginn des Spiels, bei dem es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausschreitungen gekommen ist, ist um 15.30 Uhr. Auch aus dem Rhein-Kreis - traditionell eine Hochburg von Anhängern beider Vereine - reisen viele Fans nach Mönchengladbach. "Wir stehen in permanentem Kontakt mit der Bundespolizei sowie den Kollegen in Gladbach und Köln", sagt Arnold.

Die Bundespolizei hat trotz der Karnevalstage ein Verbot von Glasflaschen und Pyrotechnik für die Bahnhöfe und die Züge angeordnet, die zum Derby rollen. Diese Verfügung gilt am Samstag von 10 Uhr bis 16 Uhr. Die Beamten haben angekündigt, dass sie konsequent kontrollieren werden. Bei Verstößen werde durchgegriffen: Flaschen und Feuerwerkskörper würden einkassiert, zudem könnten Übeltäter von der Beförderung im Zug ausgeschlossen werden.

Eine Erkenntnis aus den vergangenen Derbys ist, dass Glasbehälter und -flaschen des Öfteren von gewaltbereiten Fußballfans als Wurfgeschosse eingesetzt wurden. Nicht zuletzt stellen Scherben ein deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko für Reisende und Besucher des Spiels dar. "Aus polizeilicher Sicht steht die Sicherheit an solchen Spieltagen an oberster Stelle", betont die Bundespolizei.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatten einige Tatverdächtige aus Köln an den Bahnhöfen in Grevenbroich und in Dormagen Jagd auf Gladbach-Fans gemacht, die sich an dem Abend auf der Heimreise von einem Europapokalspiel der Borussia befanden. Polizeisprecher Hans-Willi Arnold stellt klar, dass die Beamten gut auf die morgige Begegnung vorbereitet sind. "Es werden verstärkt Streifen unterwegs sein. Wenn etwas passieren sollte, haben wir zudem schnell Verstärkung", sagt er. "Auch eine Diensthundestaffel ist in Bereitschaft."

(abu/ssc)
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