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Grevenbroich: Politiker wollen verhindern, dass Friedhofsgebühren weiter steigen

Grevenbroich : Politiker wollen verhindern, dass Friedhofsgebühren weiter steigen

Die Friedhofsgebühren drohen 2013, um bis zu mehr als zehn Prozent zu steigen. Im Rathaus wird neu gerechnet, um Belastungen für Bürger zu senken.

Happige Erhöhungen hatte die Verwaltung für die Friedhofsgebühren 2013 vorgeschlagen. Nach ihren Berechnungen sollten beispielsweise für die Nutzung eines Reihengrabes 1524 statt 1376 Euro fällig werden: 10,8 Prozent mehr. Die Gebühr fürs anonyme Urnenreihengrab sollte von 1488 auf 1602 Euro steigen. Doch kaum war die Verwaltungsvorlage für den Landschaftsausschuss an die Fraktionen verschickt, teilte Stadtsprecherin Ines Hammelstein nach einer Sitzung des Arbeitskreises Bestattungswesen mit: "Die Vorlage ist nicht mehr aktuell."

Können die Bürger hoffen, dass der Anstieg weniger immens ausfällt? "Die Friedhofsgebühren sind zu hoch", erklärt Ausschussvorsitzender Uwe Schmitz (FDP). Die Politik wolle auf die Kostenbremse treten. "Eine Arbeitsgruppe soll jeden Friedhof in Augenschein nehmen und mit der Verwaltung nach Möglichkeiten zur Kostenreduzierung suchen", kündigt er an. An der Zahl der 16 Friedhöfe solle aber, trotz höherer Kosten, festgehalten werden. "Viele wollen dort bestattet werden, wo sie leben", sagt Schmitz. Ergebnisse der Prüfung erwartet er für 2013, eigentlich zu spät für die neuen Gebühren. Dennoch sollen sie möglichst niedriger ausfallen als ermittelt. Geprüft wird laut Schmitz, eine Kostenposition auf dem Stand von 2012 "einzufrieren". Der Rest des eingeplanten Betrages solle erst eingesetzt werden, "wenn wir wissen, wie wir mit den Friedhöfen weiter verfahren."

Nun werde geprüft, inwieweit sich durch dieses "Einfrieren" Gebührensätze senken ließen. Details nennt Schmitz nicht. Nach NGZ-Information geht es um eine höhere fünfstellige Summe für Hochbauunterhaltung — darunter fallen etwa die Trauerhallen. Für diese sah der erste Verwaltungsentwurf bereits eine Gebührensenkung vor. Da die Hallen immer weniger genutzt werden, müsste die Gebühr eigentlich von 339 auf 508 Euro steigen. Stattdessen soll sie auf 250 Euro gesenkt werden — die Stadt hofft dadurch auf deutlich steigende Nachfrage.

(NGZ/rl)