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Grevenbroich: Politiker wollen Forum zur Kraftwerks-Zukunft

Grevenbroich : Politiker wollen Forum zur Kraftwerks-Zukunft

Was hat RWE in Zukunft mit dem Kraftwerksstandort Frimmersdorf vor? In den vergangenen Wochen wurde diese Frage von mehreren Fraktionen gestellt. Die jetzt folgende Antwort des Energiekonzerns konnten den Rat jedoch nicht zufriedenstellen.

In einem Schreiben, das Bürgermeisterin Ursula Kwasny den Politikern vorlegte, erklärt RWE grundsätzlich, dass "Frimmersdorf ein wichtiger Standort" für das Unternehmen sei: "Hierzu tragen neben den vorhandenen Infrastruktureinrichtungen auch die hohe Akzeptanz und unsere hoch qualifizierten Mitarbeiter bei", heißt es in dem Brief. Konkreter wird der Konzern allerdings nicht: Frimmersdorf biete "sehr gute Voraussetzungen für zukünftige Schritte im Rahmen der Kraftwerkserneuerung", heißt es lediglich.

"Mir reicht diese Antwort nicht", meinte FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Hermanns. Er forderte den Stromproduzenten auf, den Rat über seine Pläne in Frimmersdorf genauer zu informieren. Ähnlich formulierte es SPD-Fraktionschef Horst Gebrand: "Das ist etwas dürftig", kritisierte er den Inhalt des Schreibens. Sein Vorschlag: Die Bürgermeisterin soll sich zeitnah für ein Forum stark machen, in dem die Ratsfraktionen sowie Vertreter der Landesregierung und RWE Power über die Zukunft des Standorts diskutieren sollen. "Ein solcher Runder Tisch wäre ein guter Schritt nach vorne", meinte auch Dirk Gawlinski von den Grünen.

Die Fraktionen hatten vor der Ratssitzung mehrere Anträge zur Zukunft des Standorts gestellt. Ein Wunsch: RWE soll künftig Forschung in Frimmersdorf betreiben, vor allem mit dem Blick auf erneuerbare Energien.

(NGZ)