Grevenbroich: Politiker wollen alte Linden in Neuenhausen erhalten

Grevenbroich: Politiker wollen alte Linden in Neuenhausen erhalten

Die alten Linden entlang der Willibrordusstraße in Neuenhausen sollen nicht gefällt werden. Dafür hat sich jetzt der Umweltausschuss ausgesprochen. Anstatt die Bäume komplett zu kappen, sollen deren Kronen lediglich beschnitten werden.

Anlieger hatten sich gegenüber Bürgermeister Klaus Krützen über die zwischen der Bäckerei und dem Kirmesplatz stehenden sechs Linden beschwert und deren Fällung gefordert. Einer der Hauptgründe: Die Wurzeln würden Schäden an Bordstein und Gehweg verursachen. Die Stadt hat die Kosten für die Fällung und Bürgersteigsanierung ermittelt: 45.000 Euro.

Doch dem Vorschlag der Verwaltung wollte der Fachausschuss nicht folgen. "Keine Fällung - wir wollen die alten Bäume erhalten", machte Fraktionschef Wolfgang Kaiser die Position der CDU deutlich. "Gleichzeitig muss dafür gesorgt werden, dass der Gehweg vernünftig wiederhergestellt wird." Und nicht zuletzt müssten auch die Kronen der Linden beschnitten werden, forderte Leo Oehmen (UWG/ABG): "Die Anlieger beklagen sich darüber, dass der Baumschnitt schon seit Jahren vernachlässigt wird. In den Kronen ist jede Menge Totholz - und der Dreck liegt vor den Haustüren."

Ein allzu radikaler Rückschnitt der Bäume würde mit der Zeit dazu führen, dass das Volumen der Kronen zunehme, warnte Peter Mühlenbruch. "Dann werfen sie noch mehr Schatten", sagte der Vertreter der Stadtbetriebe. Der Verwaltung liege eine Beschwerde eines Anliegers vor, auf dessen Dach sich durch den Schattenwurf bereits Moos gebildet habe.

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Nichtsdestotrotz sollte eine Fällung der Linden die letzte aller Möglichkeiten sein, sagte Steffen Büttgenbach (FDP). Das sieht auch Ralf Cremers (CDU) so: "Immer wieder rufen Bürger bei der Stadt an, weil sie Probleme mit Bäumen vor ihrer Haustüre haben - das ist ganz normal", sagte der Ausschussvorsitzende. "Würden wir dem aber immer nachkommen, hätten wir bald keine Bäume mehr im Stadtbild."

Bleiben die Bäume stehen, ist eine umfangreiche Gehwegsanierung an der Willibrordusstraße nicht zu machen, sagte Beigeordneter Florian Herpel. "Es wird nur eine Ausbesserung mit wassergebundenen Decken möglich sein."

(wilp)