Grevenbroich: Politiker stimmen Schützenplatz-Plan zu

Grevenbroich : Politiker stimmen Schützenplatz-Plan zu

Zwei Jahre lang wurde heftig über die Rettung der Erfthalle debattiert. Nun wird die Versammlungsstätte bis November abgerissen, auf dem frei werdenden Areal entsteht der neue Frimmersdorfer Schützenplatz.

Bei der Entscheidung über das Aussehen des Platzes blieb die Diskussion im Landschaftspflege- und Umweltschutzausschuss dagegen kurz: "Die Gestaltung wurde mit dem Bürgerverein Frimmersdorf besprochen, daran sollten wir nichts mehr ändern", betonte Detlef Igné (SPD) vor dem einstimmigen "Ja" für die Pläne. Auch einen Namensvorschlag gibt es bereits: "Schniddemänn-Platz".

Mit der Entscheidung zum Abriss der Erfthalle hatte der Stadtrat zugleich den Bau des Schützenplatzes an selber Stelle beschlossen. Seit der Schließung des Hallensaals 2010 feiern die Schützen im Zelt auf dem Sportplatzgelände nebenan.

Der größte Teil des künftigen Schützenplatzes wird mit Schotterrasen ausgestattet. Der bisherige Asphaltweg bleibt bestehen und wird erweitert. Laut Stadtverwaltung kann er von den Schützen als Marschweg zum Zelt benutzt werden. Außerhalb des Schützenfestes können dort Kinder und Jugendliche mit Inlinern, Skateboards, Rollerblades und Waveboards fahren. Der Vorplatz wird mit wasserdurchlässigen Verbundsteinen gepflastert, dort will der Bürgerverein künftig sein Biwak veranstalten — erstmals im August 2013.

27 herausnehmbare nostalgische Poller sollen Autos vom neuen Schützenplatz fern halten. Martina Flick (UWG) fragte im Ausschuss, ob diese Poller nicht deutlich teurer als andere seien, doch die Verwaltung sieht keinen gravierenden Preisunterschied. Insgesamt investiert die Stadt in die Platzgestaltung 130 000 Euro.

Thomas Bovermann erkundigte sich nach dem Zeitplan, "schließlich begeht der Bürgerverein im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen", so der Politiker der Freien Bürger. Der städtische Fachbereichsleiter Peter Mühlenbruch versicherte: "Der Bürgerverein kann 2013 sein Schützenfest auf dem neuen Platz feiern." Für Unterstützung beim Bau des Platzes führt die Stadt zurzeit Gespräche mit RWE Power, ein Ergebnis steht allerdings noch aus.

(NGZ/ac)
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