Grevenbroich: Politiker fordern mehr Pünktlichkeit für die Regionalbahn 38

Grevenbroich : Politiker fordern mehr Pünktlichkeit für die Regionalbahn 38

Nur noch ein halbes Jahr betreibt die Deutsche Bahn die RB 38 in Richtung Düsseldorf, dann übernimmt Vias Rail den Betrieb zwischen Bedburg und der Landeshauptstadt. Doch für die letzten Monate unter DB-Regie will die Kommunalpolitik Mängel wie Verspätungen oder zu kurze Züge nicht hinnehmen. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses deutlich.

Die Grünen hatten in einem Antrag gefordert, dass sich die Stadt beim Verkehrsverbund-Rhein-Ruhr und der DB für "unverzügliche Verbesserung" einsetzen solle. In einem Schreiben erläuterte der VRR, wie es mit der Zuverlässigkeit auf der Regionalbahn bestellt ist. Danach hat sich die "die durchschnittliche Zugverspätung" pro Zug von 0,8 Minuten 2015 auf 0,9 Minuten 2016 verschlechtert. 4,3 Prozent der Züge würden mit einer "verringerten Sitzplatzkapazität" fahren, 2015 waren es nur 1,5 Prozent. In früheren Jahren hatten Fahrgäste wiederholt über zu volle Züge geklagt. Positiv: Der Anteil der "unvorhersehbaren Zugausfälle" ist von 3,5 auf ein Prozent gesunken.

"Wenn ich mit der RB 38 fahren will, kommt der Zug zu spät oder gar nicht", sagte Holger Holzgräber (SPD). "Die Grevenbroicher zahlen den vollen Fahrpreis, da muss auch die volle Leistung erbracht werden." Dieter Dorok (Grüne) wies darauf hin, dass es vor allem in Hauptverkehrszeiten Verspätungen gegeben habe, "von denen viele Pendler betroffen sind". Hubert Rütten (UWG) berichtete, dass ein Bahnmitarbeiter von der RB 38 als "Kongo-Bahn" gesprochen habe. "Wir sind alle unzufrieden, wie setzt sich die Verwaltung jetzt ein?", fragte Martina Suermann (Mein Grevenbroich). Der Ausschuss beschloss, dass die Verwaltung die Verkehrsgesellschaft Kreis Neuss beauftragen soll, "über den VRR die vertraglichen Leistungen bei der DB Regio einzufordern.

Der VRR erklärte in seinem Schreiben zudem, dass für nicht erbrachte Leistungen auch nicht gezahlt werde. Allerdings: Eine Rückerstattung an die Kommunen erfolge nicht, heißt es beim VRR.

(cso)
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