1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Platz für neue Häuser in Neuenhausen

Grevenbroich : Platz für neue Häuser in Neuenhausen

Der Stadtrat stellte gestern Abend die Weichen für ein neues Baugebiet in Neuenhausen. An der verlängerten Königslindenstraße soll die letzte große zusammenhängende Fläche für Häuser und Wohnungen genutzt werden. Geplant sind 60 Wohneinheiten. Allerdings äußerten Hausbesitzer an der Fliederstraße und am Asterweg unterschiedliche Bedenken. Sie fürchten etwa mehr Verkehr und Lärm sowie einen Wertverlust ihrer Grundstücke.

Warum das Projekt wichtig ist, unterstrich Bürgermeisterin Ursula Kwasny in der gestrigen Ratssitzung: "Wir haben in Neunhausen für eine Grundschule gekämpft. Jetzt sollten wir auch froh sei, wenn Familien dort wohnen wollen."

Dorothea Rendel vom Fachbereich Planung hatte bereits im Fachausschuss erklärt: "Die Nachfrage nach Grundstücken ist in Neuenhausen sehr hoch." Aber es gebe zurzeit nicht ausreichend Angebote, so dass gerade junge Familien, die für die Zukunft eines Stadtteils unverzichtbar seien, dort nicht ihre Wohnwünsche erfüllen könnten. Rathaus-Sprecher Andreas Sterken bekräftigt, dass eine Entwicklung von Neuenhausen allein wegen seiner Lage problematisch sei: "Neuenhausen ist praktisch eingeschlossen auf vier Seiten — vom Welchenberg, von der Vollrather Höhe, von der Landstraße sowie von der Autobahn."

Durch die Nähe zur Vollrather Höhe seien, so Rendel, bei den Bau-Planungen besondere Sicherheitsabstände zu berücksichtigen. Manche Areale hinter den bestehenden Häusern seien deshalb auch überhaupt nicht als Bauland zu nutzen und würden deshalb als Grünflächen (Hausgärten) ausgewiesen werden.

Sobald der Flächennutzungsplan (FNP) aufgestellt ist, können die weiteren baurechtlichen Schritte — wie die Aufstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan) — des Projektes folgen. Bisher sind an der "Verlängerten Königslindenstraße" rund 60 Wohneinheiten geplant — als frei stehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und auch als versetzt hintereinander angeordnete Gruppen von Häusern.

Das neue Wohngebiet wird von den städtischen Planern aus mehreren Gründen als attraktiv angesehen: Zu den Hauptargumenten gehören die gute Verkehrsanbindung und die unmittelbare Nähe zum Ortszentrum mit Geschäften, Kindertagesstätte und Grundschule.

(NGZ)