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Pfadfinder-Aktion in Grevenbroich: Ein Lichtblick in Zeiten der Pandemie

Pfadfinder-Aktion in Grevenbroich : Ein Lichtblick in Zeiten der Pandemie

Die Pfadfinder der DPSG Stamm St. Josef in der Südstadt wollen mit verschiedenen Aktionen in der Corona-Krise Zuversicht vermitteln.

Die Pfadfinder der DPSG Stamm St. Josef aus der Südstadt lassen sich von der Corona-Pandemie nicht entmutigen: Weil im Moment keine Präsenztreffen stattfinden, wird die Trupparbeit mit den knapp 100 Kindern und Jugendlichen digital per E-Mail, WhatsApp und vor allem Videokonferenz und Online-Aktivitäten weitergeführt. „Es ist ein Auf und Ab – nachdem wir von März bis Mai alle Aktivitäten heruntergefahren hatten, haben wir uns nach dem ersten Lockdown langsam wieder an die Präsenztreffen herangetastet, natürlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Und jetzt sehen wir uns erneut in der Situation, kreative Lösungen für unsere Arbeit zu finden“, resümiert Gemeindereferent Daniel Gentner.

Eine besondere Herausforderung für die Leiterrunde waren in jüngster Zeit natürlich der Weihnachtsbaumverkauf und der Friedenslicht-Gottesdienst. „Der Erlös des Weihnachtsbaumverkauf finanziert die Jugendarbeit der Pfadfinder im kommenden Jahr und unterstützt unter anderem die Lagerbeiträge für Geschwisterkinder oder Familien, die dies auch benötigen“, sagt Gentner. Also wurde der Weihnachtsbaumverkauf dieses Jahr neu geplant: Von Mitte November bis zum 7. Dezember konnten online Weihnachtsbäume bestellt werden, die dann am Samstag kontaktlos ausgeliefert werden. „Eine Idee, die viel Zuspruch gefunden hat, sodass wir überlegen, das auch über die Pandemie hinaus beizubehalten.“ Wer nicht online bestellt hatte, konnte am Samstag zwischen 10 und 17 Uhr an der Kirche St. Joseph in der Südstadt vorbeischauen: Im Innenhof wurden die rund 200 Weihnachtsbäume aus dem Sauerland verkauft. Neben einer Zugangskontrolle, ausreichend Abstand auf den Laufwegen und einer Einbahnstraßenregelung musste beim Weihnachtsbaum-Einkauf eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, und auch für die Warteschlangen bis zum Einlass gibt es einen Ordnungsdienst und Abstandsmarkierungen am Boden.

Traditionell am Mittwoch nach dem 3. Advent, dieses Jahr am 16. Dezember, bringen die Pfadfinder auch das Friedenslicht aus Betlehem in die Südstadt und verteilen es an „alle Menschen guten Willens“ als Zeichen des Friedens, der Hoffnung und der Versöhnung. Das Aktionsmotto ist in diesem Jahr lautet „Frieden überwindet Grenzen“. Daniel Gentner sagt: „Der traditionelle Gottesdienst in der Kirche muss in diesem Jahr entfallen – dort wäre einfach zu wenig Platz gewesen. Stattdessen hat der Friedenslicht-Arbeitskreis der Pfadfinder ein ,Friedenslicht zum Mitnehmen mit Gottesdienst-Stationen` vorbereitet.“ Im Innenhof der Kirche wird dann mit dem Friedenslicht ein großes Lagerfeuer entzündet, lange Streichhölzer liegen für die Besucher bereit, die damit ihr eigenes Friedenslicht leuchten lassen können.

Zwischen 15 und 21 Uhr können am Mittwoch Menschen, die das Friedenslicht abholen möchten, in den Innenhof der Kirche St. Joseph kommen. Die unterschiedlichen Stationen kann man in etwa 30 Minuten durchlaufen – man kann sich aber auch nur das Friedenslicht mit nach Hause nehmen. Ganz so, wie man möchte. An den Stationen geht es um Frieden, Hoffnung und Gerechtigkeit, wo die Besucher aktiv werden und Gemeinschaft spüren können, ohne gemeinsam etwas anzufassen: Es wird eine Fotostation geben, an der die ausgedruckten Fotos an einer Wäscheleine aufgehängt werden, sodass nachfolgende Besucher sehen, wie viele Menschen vor ihnen dort waren. Verschiedene Magnete beantworten die Frage: „Was bedeutet Frieden für mich?“ Sie können mit nach Hause genommen werden. Außerdem kann jeder eine eigene Fürbitte hinterlassen, die mittels Beamer an die Kirchenwand projiziert wird.