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Grevenbroich: Perspektive für Realschule Bergheimer Straße?

Grevenbroich : Perspektive für Realschule Bergheimer Straße?

Bei einer Pressekonferenz will die Stadtverwaltung heute das Ergebnis der bedingten Zweitanmeldung vorstellen.

Heute will die Stadtverwaltung zu einer Pressekonferenz einladen. Erneut wird die Zukunft der Realschule Bergheimer Straße (RBS) das Thema sein. Dabei wird das Ergebnis der bedingten Zweitanmeldung vorgestellt – oder gibt es eine neue Perspektive? Rathaus-Sprecher Andreas Sterken hält sich zurück:. "Wir haben bereits mit der Schulleitung gesprochen, aber Stillschweigen vereinbart."

Auch bei der Bürgerinitiative "Rettet die RBS" ist Zurückhaltung angesagt: "Wir werden nochmals unser weiteres Vorgehen absprechen. Vorher möchte ich dazu keine Stellungnahme abgeben", erklärt Jörg Schaibl als Sprecher der Initiative.

Die Elterninitiative hatte sechs Prozent der wahlberechtigten Grevenbroicher als Unterstützer gewonnen und ein Bürgerbegehren gegen den Ratsbeschluss vom Dezember 2012 angestrengt: Die Mehrheit des Stadtrats hatte dafür votiert, die Realschule aufzulösen. Da der Rat das Begehren als zulässig anerkannte, ihm aber nicht folgte, sollen die Grevenbroicher im April bei einem Bürgerentscheid abstimmen können.

Bisher hatte Uwe Leushake von der Elterninitiative den Bürgerentscheid und das Ergebnis der bedingten Zweitanmeldung unabhängig voneinander betrachtet. "Selbst wenn nicht ausreichend Kinder angemeldet werden, werden wir am Bürgerentscheid festhalten", hatte Leushake bei einer Pressekonferenz erklärt. Das Ziel sei, die Realschule zu erhalten.

Vom 7. bis 9. März konnten Eltern ihre Kinder an der Realschule Bergheimer Straße anmelden. Diese "bedingte Zweitanmeldung" war nach einem Vergleich zwischen der Stadt Grevenbroich und der Initiative vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf möglich geworden. Für die künftigen Fünftklässler bedeutet dies: Sie konnten an der RBS angemeldet werden, ohne ihren Platz an einer anderen weiterführenden Schule zu verlieren.

Dieses Anmeldeverfahren hatte für einige Kontroversen zwischen der Stadtverwaltung und der Bürgerinitiative gesorgt: So hatten die Eltern etwa den Infobrief kritisiert, den die Stadt kurz vor dem Meldezeitraum an die Viertklässler-Eltern geschickt hatte. Die Stadtverwaltung hatte auf Anmeldungen von 56 Kindern für zwei Züge verwiesen. Nur dann könne die Schule für zunächst zwei Jahre eigenständig weiterbestehen.

(NGZ)