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Grevenbroich: Peel en Maas wird Partner

Grevenbroich : Peel en Maas wird Partner

Bürgermeisterin Ursula Kwasny und ihre niederländische Amtskollegin Wilma Delissen van Tongerlo streben ein gemeinsames Projekt an: Grevenbroich und die Gemeinde Peel en Maas sollen Städtepartner werden.

Peel en Maas liegt in der Provinz Limburg und ist eine gute Autostunde von Grevenbroich entfernt. Die 40.000-Einwohner-Kommune wurde 2010 im Rahmen einer Gebietsreform gegründet und setzt sich aus den ehemaligen Gemeinden Helden, Maasbree, Meijel und Kessel zusammen. Letztere steht in einem engen Zusammenhang zur Grevenbroicher Geschichte: Dort hatten einst die Gründer Grevenbroichs, die Grafen von Kessel, ihren Stammsitz.

Freundschaftliche Beziehungen zwischen Erft und Maas werden bereits seit Jahren gehegt. Nun soll daraus eine engere Beziehung werden, eine offizielle Städtepartnerschaft. Diesen Schritt haben die Bürgermeisterin von Maas en Peel, Wilma Delissen van Tongerlo, und ihre Grevenbroicher Amtskollegin Ursula Kwasny in der vergangenen Woche vereinbart. "Wir möchten künftig enger zusammenarbeiten", erklärt Kwasny: "Das ist unser Ziel."

Dabei haben die beiden Verwaltungschefinnen nicht nur den Austausch von Vereinen oder Verbänden im Blick — unter dem Strich geht es auch ums Geld: "Mit Hilfe einer Partnerschaft wollen wir versuchen, Fördermittel der Europäischen Union zu erhalten — etwa für die Sanierung historischer Bauten in beiden Gemeinden", so Kwasny.

Die Rathaus-Chefin will den deutsch-niederländischen Dialog mit ihrer Amtskollegin so schnell wie möglich fortsetzen. Schon am Donnerstag ist Ursula Kwasny wieder zu Gast in Peel en Maas, um dort an der Enthüllung einer Gedenktafel teilzunehmen. Der Stein soll an die Besatzung eines englischen Lancaster-Bombers erinnern, der im Zweiten Weltkrieg über der Gemeinde abgeschossen wurde.

Mit in der Grevenbroicher Delegation wird auch Lothar Zimmermann sein. Der neue Vorsitzende des Partnerschaftsvereins begrüßt das Vorhaben der Bürgermeisterinnen — zumal die Gemeinschaft erst vor wenigen Wochen eine eigene Abteilung für die freundschaftlichen Beziehungen in die Niederlande gegründet hat. Deren Leiter, Joachim Schwedhelm und Heinz Istas, sind ausgewiesene Kessel-Kenner und sollen nun die Kontakte zu Vereinen und Verbänden knüpfen. "Ein Schüleraustausch, Reisen mit geschichtlichem Hintergrund oder der Besuch von Theateraufführungen — alles ist möglich", umschreibt Lothar Zimmermann die Vorstellungen von einer gemeinsame Zusammenarbeit.

Wann eine offizielle Urkunde unterzeichnet werden soll, steht noch nicht fest: "Das kann sicherlich noch eine Weile dauern", sagt Ursula Kwasny. Fest steht aber schon heute: Beim Grevenbroicher Schützenfest am ersten September-Wochenende wird eine Delegation aus Peel en Mass dabei sein.

(NGZ)