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Grevenbroich: Peel en Maas soll vierte Partnerstadt werden

Grevenbroich : Peel en Maas soll vierte Partnerstadt werden

Grevenbroich und die holländische Gemeinde wollen künftig enger zusammenarbeiten. Geplant ist eine gemeinsame Touristik-Werbung.

Fünf Millionen Euro investiert die niederländische Gemeinde Peel en Maas derzeit in den Wiederaufbau ihres zerstörten Kastells "De Keverberg" im 3400-Seelen-Ort Kessel. Das sanierte Gebäude soll künftig eine Touristen-Attraktion werden - auch mit Hilfe aus Grevenbroich. Marcel van Bergen, Vorsitzender der Stiftung Keverberg, hat eine Delegation aus der Schlossstadt eingeladen, um mit ihr über eine touristische Zusammenarbeit zu diskutieren. Das Treffen ist für den 28. März vereinbart worden.

Der Ort an der Maas und die Stadt an der Erft haben eine historische Verbindung: Das Kastell "De Keverberg" war einst der Sitz der Grafen von Kessel, die als Stadtgründer von Grevenbroich gelten. Schon seit einigen Jahren gibt es eine lose Freundschaft zwischen den Kommunen, die nach dem Übergang von Kessel in die neue Gemeinde Peel en Maas (43 400 Einwohner) etwas eingeschlafen ist. Das wollen beide Seiten nun ändern.

Das Pendant zum Alten Schloss: "De Keverberg" im niederländischen Kessel wird zurzeit aufwendig saniert. Das Projekt kostet rund fünf Millionen Euro. Foto: ""

"Aus den Niederlanden ist der Wunsch an uns herangetragen worden, den Kontakt zu intensivieren", sagt Joachim Schwedhelm (66) vom Partnerschaftsverein. Bei dem Treffen am 28. März soll ausgelotet werden, wie beide Kommunen künftig touristisch voneinander profitieren können. Zu den Vorschlägen zählt eine gemeinsame Broschüre, in der für beide Ziele geworben werden soll. "Peel en Maas liegt nur 80 Kilometer von uns entfernt und hat viele Angebote, die auch für Radtouristen interessant sind", schildert Joachim Schwedhelm. Auf der anderen Seite habe aber auch Grevenbroich etwas zu bieten, etwa Planwagentouren zu den heimischen Schlössern oder Ausflüge zur weltbekannten Insel Hombroich und zur Langen Foundation am Stadtrand.

Der Partnerschaftsverein hat aber nicht nur den Tourismus im Blick, sondern auch den gegenseitigen Austausch. "Wir wollen gesellschaftliche und kulturelle Begegnungen, so wie wir sie mit unseren Partnerstädten Saint Chamond, Celje und Auerbach seit Jahren erfolgreich praktizieren", berichtet Joachim Schwedhelm.

Bereits fest vereinbart ist ein gemeinsamer Auftritt des Bläserensembles des Pascal-Gymnasiums mit der Koninklije Fanfare Maasoever im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten des Kastells "De Keverberg". Aber auch Sportler, Künstler und junge Bands aus beiden Ländern sollen sich in Zukunft austauschen, gemeinsam ausstellen oder zusammen spielen. Joachim Schwedhelm schließt daher nicht aus, dass aus der Freundschaft in absehbarer Zeit auch etwas mehr werden könnte. "Die Tendenz geht dahin, dass wir eine feste Städtepartnerschaft mit Peel en Maas anstreben", betont der 66-Jährige.

Zu der etwa 20-köpfigen Delegation, die sich zum Monatsende auf den Weg nach Kessel macht, gehört auch Bürgermeisterin Ursula Kwasny, die sich mit ihrer niederländischen Amtskollegin Wilma Delissen treffen wird. Als Ansprechpartner für die künftigen touristischen Aktivitäten wird Walter Flöck, der Vorsitzende des Grevenbroicher Verkehrsvereins, mit dabei sein.

(NGZ)