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Grevenbroich: PC-Spieler wollen Mitglied im Stadtsportverband werden

Grevenbroich : PC-Spieler wollen Mitglied im Stadtsportverband werden

Es ist eine Frage, mit der sich der Stadtsportverband (SSV) immer häufiger konfrontiert sieht: Ist Computerspielen Sport? SSV-Vorsitzender Heinz-Peter Korte hat darauf eine klare Antwort. "Wir sehen PC-Spielen nicht als Sport an", sagt er.

Beschäftigen musste er sich mit dem Thema zuletzt aber dennoch eindringlich. Denn der 25-jährige Christian Volk wollte sich dem SSV mit einer elektronischen Sportmannschaft anschließen. Diese Pläne muss er jetzt ad acta legen. Volk bezeichnet PC-Spielen gerne als "e-Sport".

Der junge Mann und seine Mitstreiter hatten es sich so schön ausgedacht. Gemeinsam wollten sie für die Stadt im Strategiespiel "League of Legends" starten. 70 Millionen Spieler hat das Spiel laut Herstellerangaben weltweit. Ziel ist der Bau zweier Fantasie-Städte im Team. Durch geschicktes Handeln muss dann die andere Stadt übernommen werden. Mit der Mannschaft wird dann gegen andere Teams aus anderen Städten gespielt. "So besteht die Möglichkeit in den internen Ligen aufzusteigen, ähnlich wie beim Fußball", erklärt Volk.

Mit "InfinitY.eSport Grevenbroich" hatten er und seine Mitstreiter auch schon einen Name gefunden. Doch sie wollen auch offiziell als Sportmannschaft anerkannt werden. "Für mich besteht kein Unterschied zwischen einem Handballteam oder einem e-Sport-Team", sagt Volk. "Auch wir wollen die Jugendlichen von der Straße holen, und auch bei uns wird der Teamgeist großgeschrieben."

Der sogenannte e-Sport erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Es gibt organisierte Ligen, sogar Weltmeisterschaften in unterschiedlichen Spielen werden ausgetragen. In Brasilien oder China haben die Sportverbände den e-Sport inzwischen offiziell als Sportart anerkannt. Der SSV in Grevenbroich ist jedoch in guter Gesellschaft: Auch der "Deutsche Olympische Sport Bund" hat e-Sport bislang nicht als Sportart eingestuft.

(draxl)