1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Pate für einen Cafeteria-Stuhl

Grevenbroich : Pate für einen Cafeteria-Stuhl

Grevenbroich Seit vier Monate pendelt Hausmeister Horst Heyer bereits zwischen den beiden Großbaustellen auf dem Schulgelände hin und her. "Hier war was los, als die Arbeiter das Loch in die Betondecke geschnitten haben", sagt Horst Heyer und zeigt auf eine neue Treppe mit Stufen, die in einem hellem Rot-Ton leuchten. "Da geht es runter zur neuen Schülerbibliothek", berichtet der Hausmeister.

Grevenbroich Seit vier Monate pendelt Hausmeister Horst Heyer bereits zwischen den beiden Großbaustellen auf dem Schulgelände hin und her. "Hier war was los, als die Arbeiter das Loch in die Betondecke geschnitten haben", sagt Horst Heyer und zeigt auf eine neue Treppe mit Stufen, die in einem hellem Rot-Ton leuchten. "Da geht es runter zur neuen Schülerbibliothek", berichtet der Hausmeister.

Seit den Osterferien arbeiten die Handwerker im Erasmus-Gymnasium im Dauer-Einsatz. Der alte Kiosk im Neubau, ein Kunstraum sowie der Aufenthaltsraum für die Oberstufenschüler verschwanden zu Gunsten des Lesestoffs. "Im ehemaligen Fahrradkeller werden die Bücher bald eingeräumt, da fehlen nur noch die Regale", sagt Heyer. Eine kleine "Not-Bibliothek" sorgt für Nachschub, wenn am Montag die Sommerferien zu Ende gehen.

"Lange müssen die Kinder und Jugendliche nicht mehr warten. Am 9. September werden die neuen Räume offiziell geöffnet", erklärt Schulleiter Michael Jung. Im Keller unterhalb der alten Turnhalle erinnert nichts mehr an den Schwimmunterricht aus den 80er Jahren. Die zweite Großbaustelle des Erasmus-Gymnasiums präsentiert sich in hellen Farben. Wo vor einigen Monaten noch hellblaue Kacheln an den Wänden hingen, ist nun alles gelb gestrichen. "In Spitzenzeiten arbeiteten hier 30 Handwerker. Sie waren wirklich zügig, so dass alles im Zeitplan ist, berichtet Horst Heyer.

Das alte Lehrschwimmbecken wurde mit Trapezblechen und Beton verfüllt, ein neuer ebenerdiger Boden eingezogen. "Auf dem Podest soll später eine Theke errichtet werden", sagt der Hausmeister. Gleich nebenan liegt die Küche. Backofen und Schränke werden am Mittwoch angeliefert - auf Kosten des Fördervereins des Gymnasiums. "Die Architekten haben, neben den gesamten Planungen für den Umbau, mehrere beleuchtete Schauvitrinen an einer Wand möglich gemacht", berichtet Dezernent Dr. Frank Bätge. "Das war ein Wunsch der Schulleitung."

Rund 40 Schüler finden in der Cafeteria künftig einen gemütlichen Sitzplatz. Von neun bis 16 Uhr soll sie täglich öffnen und kleine Snacks für die Besucher bereithalten. "Die Kosten für die Inneneinrichtung übernimmt die Schulgemeinschaft. Etwa 60 000 Euro werden dafür benötigt", erklärt Rektor Michael Jung.

Vor den Sommerferien wurden daher so genannten Stuhl-Patenschaften ausgeschrieben. Eltern, Lehrer und Schüler können für 50 Euro einen Sitzplatz finanzieren. "Außerdem planen wir einen Wohltätigkeitslauf. Ich bin optimistisch, dass wir es schaffen", so der Schulleiter. Zugängig ist die neue Cafeteria vom Schulhof. Dort wurden zwei Treppenabgänge montiert. "Um die Beete und Grünflächen kümmert sich in den nächsten Tagen das Gartenbauamt", berichtet Horst Heyer. Die Stadt finanzierte den Schulumbau mit insgesamt 250 000 Euro.

(NGZ)