Pascal-Schüler zeigen im Museum in Grevenbroich Werke zum Thema Licht

Villa Erckens in Grevenbroich : Pascal-Schüler stellen im Museum Werke rund ums Thema Licht aus

Sehenswerte Variationen zum Thema Licht zeigen ab Samstag zwölf Schüler – elf junge Frauen und ein Mann – Damit erlebt die Kooperation des Museums mit dem Kunstprojektkursus der Stufe zwölf am Pascal nach der Premiere 2018 ihre zweite Auflage, wie Museumsleiter Thomas Wolff erklärt.

„Es ist wichtig, nicht nur für die Schule, für gute Noten zu lernen, sondern das Geschaffene auch darüber hinaus zu präsentieren. Dafür bieten wir hier den Raum“, betont Kulturdezernent Michael Heesch. Die Ausstellung mit Installationen, Objekten, Bildern und Fotografien bis zum 17. März zu sehen, Schulklassen haben freien Eintritt.

Eindrucksvolles ist im Kursus entstanden. Bewusst sei ein breit gefächertes Thema gewählt worden, das ganz unterschiedliche Herangehensweisen ermögliche, erläutert Kunstlehrerin Helena Heiermann. Akzente zum Nachdenken setzen viele Schüler, gesellschaftliche Themen werden aufgegriffen – etwa bei der großen weißen Kugel mit einer Vielzahl herausragender Röhrchen, die je nach Lichteinfall für einen anderen optischen Eindruck sorgen. „Das sind 6000 Plastik-Strohhalme“ erläutert Alessandro Delfino. Der 20 Jahre alte Grevenbroicher, der gern Architektur studieren möchte, hat einen Globus kreiert, der unter einer dicken Kunststoff-Schicht verschwunden ist – Mahnung, der Plastik-Flut Einhalt zu bieten. Die längsten Halme hat er über dem Pazifik angeordneten, „dort wo die größte Kunststoffinsel im Meer treibt“.

Des Themas Gleichberechtigung hat sich Emilia Tautges (17) angenommen. Die Gustorferin hat mit ihrem Großvater aus Stahl und Aluminium eine große Waage mit Konterfeis einer Frau und eines Mannes gefertigt. Bei der Vernissage in der Schule sollten Besucher brennende Kerze auf die Waagschalen stellen – je nach dem, „ob ihrer Ansicht nach das weibliche oder männliche Geschlecht das stärkere Gewicht in der Gesellschaft hat“, erläutert sie.

Mit ihren eigenen Emotionen hat sich Rabea Kessel aus Frimmersdorf, die im vergangenen Jahr ihren Hund verloren hat, auseinandergesetzt. Künstlerisches Ergebnis ist die dreiteilige Fotoreihe „Seelenspiegel“ mit Doppelbelichtungen – Porträtaufnahmen im Vordergrund ohne, im Hintergrund mit Gefühlsausdruck – Freude, Trauer, Wut. „Ich möchte zeigen, dass es in einem Menschen ganz anders aussehen kann als es nach außen wirkt“, erklärt sie.