Grevenbroich: Pascal-Gymnasium soll Strom für Eigenbedarf produzieren

Grevenbroich: Pascal-Gymnasium soll Strom für Eigenbedarf produzieren

Das Pascal-Gymnasium soll künftig seine Energie selbst produzieren - das schlagen die Grevenbroicher Grünen vor. Fraktionschef Dirk Gawlinski fordert die Stadt zu einer Rechnung auf: Sie soll ermitteln, wie hoch die Kosten für eine Photovoltaikanlage sind, die den Eigenbedarf der Schule decken kann, und wann sich diese Kosten amortisiert haben. Der Antrag wird morgen dem Stadtrat vorgelegt.

"Bei Anlagen, die mit ihrer Leistungsstärke lediglich auf den Eigenbedarf ausgerichtet sind, ist zwar mit einer längeren Amortisationszeit zu rechnen", sagt Gawlinski. "Aber durch die stark gesunkenen Preise für die Module und die gleichzeitig gestiegenen Stromkosten kann eine Investition wirtschaftlich attraktiv sein."

Die Stadt hatte schon vor einigen Wochen auf Anfrage der Grünen darauf hingewiesen, dass die Dächer der heimischen Schulen teilweise reparaturbedürftig seien und sich nur bedingt für Solaranlagen eignen. Vor diesem Hintergrund schlägt Gawlinski vor, ausschließlich die Dächer zu untersuchen, die jüngeren Datums sind - in einem ersten Schritt etwa das Dach der Mensa des Pascal-Gymnasiums. Auch die Mensen der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule würden sich eignen.

Was das Pascal-Gymnasium betrifft, fordern die Grünen einen weiteren Check von der Verwaltung: Es soll eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Ersatz der am häufigsten vorkommenden Lampen-Typen vorgenommen werden. "Durch den Einsatz von LED-Leuchten lassen sich die Energiekosten um bis zu 80 Prozent senken", sagt Dirk Gawlinski. "Die Investitionskosten dürften sich in ein bis zwei Jahren amortisiert haben." Die Grünen schlagen der Stadt vor, für beide Vorhaben Fördermittel von Bund und Land einzufordern.

(wilp)