Pascal-Gymnasium Grevenbroich will Radeln ins Schulkonzept aufnehmen

Nachhaltigkeit und Umwelt in Grevenbroich : Gymnasium will Radeln ins Schulkonzept aufnehmen

Sie bildete nicht allein die stärkste Gruppe, sondern erstrampelte auch die meisten Kilometer: Die Klasse 5e des Pascal-Gymnasiums ist Sieger beim Stadtradeln in diesem Jahr. Als Team „Pure-Biking“ legten die 37-Mann-strake Gruppe 5956 Kilometer zurück.

Das Ergebnis ist doppelt hervorzuheben, denn Schulleiter Manfred Schauf will das Radel-Konzept nun in die Säule „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, auf der das Gymnasium als Unesco-Projektschule unter anderem fußt, integrieren. „Natürlich freuen wir uns über diesen Nachhaltigkeitsaspekt“, freut sich Max Bernrath. Er ist nicht nur Vater der elfjährigen Mia, die die fünfte Klasse besucht. Der überzeugte Radfahrer, der „am liebsten täglich“ zu seinem Arbeitsplatz in Düsseldorf radelt ist so etwas wie der Initiator der Aktion.

„Viele Kinder legen die Strecke von zu Hause zur Schule mit dem Rad zurück“, wie der gebürtige Grevenbroicher es früher selbst tat. Mit dem Rad zu fahren „ist gesund, macht Spaß – also habe ich die Teilnahme am Stadtradeln beim Elternabend vorgeschlagen“. Die Klassenlehrerinnen und andere Eltern waren „begeistert“ – das Team „Pure-Biking“ war geboren. Wichtigste Teilnehmer waren natürlich die Schüler selbst, zur Verstärkung waren auch Geschwister mit dabei. So kam Grevenbroichs einzige Schulklasse in den Wettbewerb.

Mia beispielsweise brachte an jedem Schultag acht Kilometer auf den Zähler – aus Wevelinghoven zur Schule und retour. „Das macht sie übrigens im Sommer genauso wie im Winter, „die Radstrecke in Richtung Innenstadt ist sicher und gut“, beurteilt der Vater diesen Abschnitt. Natürlich könnte das Wegenetz weiter ausgebaut werden, sagt er mit Blick auf das Etikett der Fahrradfreundlichkeit. „Wichtig ist aber auch, immer weiter Werbung fürs Radfahren zu machen“, erinnert er sich beispielsweise an einen der teilnehmenden Väter, der sich eigens für die Aktion auf den Sattel setzte und sich mit 900 Kilometern einbrachte. „Mit einer einfachen Aktion so viele Menschen zu erreichen, ist toll“, freut sich Bernrath, der übrigens auch im Urlaub mit der Tochter an der Seite Rad fährt.

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