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Partnerschaftsverein Grevenbroich verschiebt Fahrten und Veranstaltungen

Städtepartnerschaften mit Grevenbroich : Partnerschaftsverein verschiebt Fahrten und Veranstaltungen

Der Kalender des Vereins wird aufgrund der Corona-Krise ordentlich durcheinander gewirbelt. Einige Veranstaltungen sind bereits abgesagt, andere stehen auf der Kippe oder müssen umgeplant werden.

Städtepartnerschaften leben vom Austausch, von direkten Kontakten. Doch die sind in Corona-Zeiten nicht möglich. Das wirbelt den Terminplan 2020  des Partnerschaftsvereins Grevenbroich kräftig durcheinander. So musste der Schüleraustausch mit den Gymnasien aus Grevenbroich und Auerbach, der im März anstand, abgesagt werden. „Ob der Besuch, bei dem sich das Pascal-Gymnasium mit dem Partnerschaftsverein einen Bus teilen wollte, im Herbst stattfinden kann, ist zur Zeit völlig unklar“, sagt Carmen von Borzestowski, Abteilungsleiterin Auerbach. „Mal sehen, ob gegebenenfalls  die Auerbacher dann zu einem späteren Zeitpunkt zu uns kommen – oder ob diese Fahrt ganz ausfallen muss.“

Joachim Schwedhelm und das übrige Team des Partnerschaftsvereins müssen umplanen. Foto: Tinter, Anja (ati)

Auf 2021 verschoben worden ist die Veranstaltung zum 25-Jahr-Jubiläum der Landesgartenschau mit den Freunden aus Kessel. Joachim Schwedhelm, zuständig für die Abteilung Peel en Maas/Kessel, hatte mit dem Verkehrsverein unter dem Titel „Musik und Kunst im Finlay-Waldpark am alten Schloss“ ein Programm mit Künstlern, Musikgruppen und weiteren Akteuren aus Kessel und Grevenbroich aufgelegt. „Es sollte ein Fest für die ganze Familie werden“, sagt er. „Aber da die Stadt alle Aktivitäten zum Gartenschau-Jubiläum auf 2021 verschoben hat, sind wir nicht allein betroffen“. Die Entscheidung zur Verlegung „finden wir richtig“.

Von den Einschränkungen betroffen ist auch der Austausch mit der  französischen Partnerstadt St. Chamond. Die für Mai geplante Fahrt fällt erst einmal aus. Zu Christi Himmelfahrt kommt in einem Jahr Besuch aus Frankreich, während im nächsten Jahr die Grevenbroicher nach St. Chamond fahren. Diesmal sollte sogar der Chor New York mit voller Mannschaftsstärke, die einen Bus füllt, mitfahren und in St. Chamond auftreten. Ob die Fahrt 2021 nachgeholt wird oder ob die Franzosen dann wieder nach Grevenbroich kommen, muss noch geklärt werden. Matthieu Boulay, Vorsitzender der Abteilung St. Chamond, sagt: „Es ist schon sehr traurig, wenn eine solch langjährige Tradition unterbrochen wird. Aber die Gesundheit hat höchste Priorität, zumal viele Beteiligte auch schon ein hohes Alter erreicht haben und damit zur Risikogruppe gehören.“

Luise Coenen, Geschäftsführerin des Vereins, musste auch die Mitgliederversammlung mit Wahlen, die für den 7. Mai terminiert war, auf unbestimmte Zeit verschieben. „Wann wir neue Termine ins Auge fassen können, müssen wir jetzt abwarten“, sagt sie. „Es wäre schön, wenn wir den Stammtisch am 25. Juni aufrechterhalten könnten.“

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(NGZ)