Grevenbroich: Parken dank Lücke im Schilderwald erlaubt

Grevenbroich : Parken dank Lücke im Schilderwald erlaubt

Es ist eine Kuriosität im Schilderwald, zwingt die Verwaltung aber zum schnellen Handeln: Kreative Autofahrer haben in der Grevenbroicher Innenstadt eine Lücke in der Straßenbeschilderung entdeckt – und damit neue Parkplätze aufgetan.

Es ist eine Kuriosität im Schilderwald, zwingt die Verwaltung aber zum schnellen Handeln: Kreative Autofahrer haben in der Grevenbroicher Innenstadt eine Lücke in der Straßenbeschilderung entdeckt — und damit neue Parkplätze aufgetan.

Neuerdings stellen sie ihre Autos an der Karl-Oberbach-Straße zwischen den Einmündungen Südwall, Zünftestraße und Steinweg ab. Ganztägig, kostenfrei und legal. Stadtsprecher Andreas Sterken bestätigt: "Da gibt es in der Tat eine Lücke in der Beschilderung. Diese soll nun aber umgehend geschlossen werden."

In den kommenden Wochen soll ein Halteverbotsschild Schluss mit dem Parken im genannten Bereich machen. Denn: Die parkenden Pkw machen den Verkehrsfluss unübersichtlich und behindern den fließenden Verkehr — zum Beispiel beim Abbiegen in die Schlossstraße und in den Steinweg. "Da muss gehandelt werden", betont Sterken.

Bis das Halteverbotsschild im Bereich an der Karl-Oberbach-Straße steht, haben die Autofahrer, die ihre Wagen dort abstellen, jedoch keine Knöllchen zu befürchten. "Im Augenblick ist das Parken dort erlaubt", sagt Sterken. Mit der neuen Parkfreiheit soll aber möglichst rasch Schluss sein.

Jahrelang keiner drauf gekommen

Das Überraschende an den neuen Parkgewohnheiten ist: Jahrelang ist offenbar niemand auf die Idee gekommen, dass Parken dort erlaubt ist. Mancher Verkehrsteilnehmer staunte daher nicht schlecht, als er dort jetzt die ersten Wagen stehen sah — tagtäglich aufs Neue.

"Das ist schon bemerkenswert. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mein Auto dort abzustellen", sagt ein Grevenbroicher, der namentlich nicht genannt werden möchte. "Nachdem ein Autofahrer die Lücke bemerkt hat, sind ihm andere offenbar rasch gefolgt."

(NGZ)
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