Grevenbroich Otmar Alts Turmkater-Skulptur wird geputzt

Grevenbroich · Bei der Reinigung des Kunstwerks dürfen nur milde Mittel und weiche Bürsten verwendet werden.

Der "Turmkater" an der Sparkasse Neuss wird erst einmal gereinigt - mittelfristig ist allerdings ein Neu-Anstrich der markanten Skulptur von Otmar Alt erforderlich. Das teilt jetzt die Stadtverwaltung mit.

Die wohl farbenfroheste Katze in der Stadt hatte in den vergangenen Monaten für einige Diskussion gesorgt. Das Kunstwerk hat seit seiner Aufstellung auf dem Kreisel an der Karl-Oberbach-Straße vor rund 13 Jahren gelitten. Die FDP-Fraktion hatte sich für die Sanierung des Kunstwerks des renommierten Künstlers stark gemacht. Die Stadt ist für die Pflege und die Erhaltung der Skulptur zuständig - ähnlich wie bei rund 70 anderen Kunstwerken im öffentlichen Raum.

Ein Problem: Für eine Sanierung fehlt das Geld im Haushalt. Im Kulturausschuss hatten die Politiker erörtert, ob nicht eine Reinigung ausreichend sei. "Auf unsere Anfrage hat die Stiftung Otmar Alt erklärt, dass wir die Reinigung mit eigenen Mitteln vornehmen können", erläutert Kulturfachbereichsleiter Stefan Pelzer-Florack. Doch es gibt Auflagen, der Kater ist empfindlich: "Eingesetzt werden dürfen nur milde Reinigungsmittel und nicht scheuernde Schwämme", so Pelzer-Florack. Eventuell sei auch die Verwendung einer weichen Bürste möglich. "Auf gar keinen Fall darf bei der Reinigung ein Hochdruckreiniger zum Einsatz kommen." Mit der Putzaktion werden die Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) beauftragt.

Eine Lösung auf lange Sicht ist dies aber nicht: "Die Reinigung wird wohl für einige Zeit reichen, mittelfristig wird aber ein neuer Anstrich erforderlich sein. Das kann aber nicht in eigener Regie geschehen, dafür müssen wir ein von der Stiftung autorisiertes Unternehmen beauftragen", erklärt Stefan Pelzer-Florack.

Zum Vergleich: Eine ähnlich alte Skulptur von Alt in Wolfsburg sei seit ihrer Aufstellung bereits zwei Mal gestrichen worden. Auch eine Kostenschätzung gibt es: Die Sanierung würde aufgrund der Erfahrungen in Niedersachsen mit rund 11 500 Euro zu Buche schlagen.

(cso-)