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Ortsverein Grevenbroich des DRK in Finanzsorgen wegen Corona

Hilfsorganisationen in Grevenbroich : Rot-Kreuz-Ortsverein in Finanzsorgen wegen Corona

Die Corona-Krise bringt auch den Ortsverein Grevenbroich des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in arge Nöte. Sowohl finanziell als auch personell blickt die Vorsitzende Gina Penz mit großer Sorge auf die nächsten Monate. Hilfe erhofft sie sich von der Stadtverwaltung.

Zum großen Teil finanziert sich der DRK-Ortsverein Grevenbroich durch Gebühren, die insbesondere bei der Betreuung der großen Schützenfeste oder der Classic Days in die Kasse gespült werden. „Jetzt beginnt auch für uns in einem normalen Jahr die Hochsaison“, sagt Gina Penz. Diese Einnahmen aus den Sanitätsdiensten, die das finanzielle Polster für das gesamte Jahr bilden, brechen nun wegen der Corona-Pandemie unwiederbringlich weg.

Die Kosten für den Unterhalt der Fahrzeuge und die Unterbringung des Ortsvereins im DRK-Heim in der Südstadt neben der Grundschule hingegen bleiben. „Wir hoffen jetzt darauf, dass uns die Stadtverwaltung die Miete bis zum Ende des Jahres erlässt“, sagt Gina Penz.

Einen entsprechenden Antrag hat die Ortsvereinsvorsitzende inzwischen gestellt. Es werde finanziell echt schwierig für den gemeinnützigen Verein, der durch die laufenden Kosten hohe Summen tragen muss. „Wir verfügen zwar über eine zweckgebundene Rücklage, wir sparen darin für die Anschaffung eines neuen Rettungswagens.“  Diese Rücklage aufzubrauchen wäre kontraproduktiv.

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Nach wie vor ist das DRK rund um die Uhr in Einsatzbereitschaft, wobei sich das nächste Problem auftut: Viele ältere Kollegen sollen dort ebenso wie bei den Blutspendeterminen nicht zum Einsatz kommen, weil sie zur Risikogruppe gehören. „Glücklicherweise gibt es eine Kooperation zwischen dem Bereitschaftsdienst und dem Jugendrotkreuz (JRK), so dass viele junge Mitglieder unterstützend einspringen“, erläutert Gina Penz.

Aber auch am JRK geht die Corona-Krise nicht spurlos vorüber. „Wir haben das Sommercamp absagen müssen“, bedauert Penz. Ohnehin sei es sehr schwierig geworden, die Jugendarbeit aufrecht zu erhalten. Nur digital sind soziale Kontakte schwerlich zu bewahren. „Es fällt nicht leicht, die rund 100 Aktiven bei der Stange zu halten und zu motivieren“, meint sie. Gleichzeitig müsste den älteren der insgesamt 600 Vereinsmitglieder etwas angeboten werden, damit die Bindung  zum DRK-Ortsverein erhalten bleibt.