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Grevenbroich: Orkener Park wird schöner

Grevenbroich : Orkener Park wird schöner

Vor vielen Jahren war die Grünfläche "Orkener Park" ein Froschgebiet. Der Verein "Bürgeraktion" möchte mit einem Denkmal von Robert Beerscht daran erinnern – und für Kinder eine Spielstätte schaffen.

Vor vielen Jahren war die Grünfläche "Orkener Park" ein Froschgebiet. Der Verein "Bürgeraktion" möchte mit einem Denkmal von Robert Beerscht daran erinnern — und für Kinder eine Spielstätte schaffen.

"Die Lück vom Hüppdekrader Eng" — so nennt der Volksmund die Bewohner der Siedlung rund um die Blumen- und Richard-Wagner-Straße. Was kaum jemand weiß: Die Gegend war früher ein von Fröschen bewohntes Feuchtgebiet. Ein Denkmal soll künftig an die Geschichte des Parks erinnern.

Vor rund sechs Jahren kämpften Manfred Bartz und die Mitglieder der "Bürgeraktion" bereits für den Erhalt der letzten Grünzone in Orken. Die Stadt hatte geplant, die Fläche für Baumaßnahmen zu verkaufen und Wohnhäuser zu errichten. Doch dagegen wehrten sich die Mitglieder der Initiative und demonstrierten mit Flatterband und Schildern gegen die Bebauung. Mit Erfolg: Die Stadt ließ von der Idee ab — und der Park blieb erhalten.

Geplant ist ein Gesamtkunstwerk

"Jetzt machen wir einen Schritt in Richtung Erinnerung", sagt Manfred Bartz, Vereinssprecher der "Bürgeraktion". Erinnert werden soll an den Ursprung des Geländes. Die Blumenstraße war vor vielen Jahren ein Weg, der durch ein Feuchtgebiet zum Wald führte. Dieses Areal war damals von Fröschen und Kröten besiedelt — bis am Wegesrand Häuser errichtet, Gärten angelegt und die Tiere aus ihrem Lebensraum verdrängt wurden. Mit dem geplanten Denkmal möchte die "Bürgeraktion Orkener Park" an diesen einstigen Lebensraum der Amphibien erinnern.

"Wir wollen ein Gesamtkunstwerk schaffen", erklärt Bartz. Deshalb soll aus dem tonnenschweren Stein nicht einfach nur ein Frosch werden. Das Denkmal wird durch eine Senke, in der sich Wasser ansammeln kann, wie ein Teich gestaltet, der große Frosch wird am Rand sitzen. Vor allem soll das Denkmal für Kinder attraktiv gestaltet werden. Das heißt: Es soll nicht nur betrachtet werden können, sondern auch zum Spielen geeignet sein", erklärt Bartz.

Mit dem Bildhauer Robert Beerscht aus Münchrath hat die Initiative einen Künstler gefunden, der ihre Vorstellung passend und kinderfreundlich umsetzten wird. "Er hat ein Händchen für Kinderkunstwerke", sagt Bartz, der den Steinbildhauer erstmals in einem Kindergarten traf. "Ich finde die Idee sehr schön, von mir aus kann es losgehen", meint Beerscht.

Allerdings steht noch kein Termin für die Erstellung des Denkmals fest. Die Finanzierung und die Auflagen machen dem Verein derzeit noch Schwierigkeiten. Bartz rechnet aber in den nächsten beiden Jahren mit der Fertigstellung. Der Rohling ist bereits erworben worden und wartet nur darauf, mit Hilfe von Hammer und Meißel zu einem Denkmal zu werden. "Damit wir den Park kinderfreundlich gestalten — und gleichzeitig an seine Geschichte erinnern", so Bartz.

(jbe)