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Grevenbroich: Oldtimerfreunde feiern den "911er"

Grevenbroich : Oldtimerfreunde feiern den "911er"

Der Porsche 911 ist für viele ein Kindheitstraum – das nun schon seit 50 Jahren. Heinz Laumann konnte sich diesen Traum erfüllen und präsentiert seinen "11er".

Der Porsche 911 ist für viele ein Kindheitstraum — das nun schon seit 50 Jahren. Heinz Laumann konnte sich diesen Traum erfüllen und präsentiert seinen "11er".

Heinz Laumann mag das knatternde Geräusch. Der Oldtimerfreund kommt auf den Parkplatz gefahren, er dreht den Schlüssel zurück und steigt aus. Stolz zeigt er auf seinen Oldtimer. "Das ist mein 11er", sagt er. "Sich einen Porsche 911 zu kaufen, war für mich ein Kindheitstraum. Früher war er das schnellste Auto im Quartett", erzählt er. "Ich habe mir immer gewünscht, diesen Wagen eines Tages zu fahren." Jetzt hat der Porsche Jubiläum: Seit 50 Jahren gibt es den 911er nun schon.

Alle vierzehn Tage treffen sich Laumann und die Oldtimer- Freunde Grevenbroich, um sich über ihre Autos, Motorräder und Traktoren auszutauschen. In diesem Jahr ist der Stammtisch halb so alt geworden wie der 911er — 25 Jahre. Dieses Jubiläum begehen die Oldtimerfreunde mit einer Ausstellung im Museum Villa Erckens.

Doch beim Stammtisch drehte sich jetzt alles um den Porsche 911. Für viele ist er der Klassiker unter den Sportwagen schlechthin. Auch Marcel Kurth ist ein Liebhaber des 911ers. "Ich bin mit Porsche groß geworden. Deswegen habe ich auch einen", erzählt er.

Die Oldtimerkenner sagen, das Modell habe sich in den vergangenen 50 Jahren kaum verändert. Laumann kann dem zustimmen: "Seit 1963 hat sich die Technik im Auto natürlich sehr verbessert, ist auf einem neueren Stand. Im Gegensatz zu anderen Autos aber ändern sich die Proportionen des Autos nicht. Ich würde einen 911er immer erkennen. Das ist das Faszinierende daran." Einen besonderen Reiz macht für Laumann und Kurth auch das Geräusch beim Fahren aus. Laumann interpretiert das Knattern freimütig: "Das klingt mitunter wie ein angenehmes Husten."

Nicht zu vergessen seien auch die sportlichen Erfolge dieses Modells. Denn eigentlich ist der 911er ein Rennwagen. Laumann und Kurth sind in den vergangenen Jahren aber keine Rennen gefahren. Sie haben bis vor einiger Zeit ihre Autos als Alltagswagen genutzt. "Ich habe mein Auto sechs Jahre lang im Straßenverkehr gefahren. Jetzt musste es aber leider einem Kombi weichen", sagt Kurth.

Aufgefallen sind sie auf der Straße aber trotzdem oft — und das nicht immer positiv. "Es gibt Leute, die über unsere Autos lästern. Und wenn es uns auf der Straße mal kaputt geht, helfen wenige", erzählt Laumann. "Ich glaube, dass das viel mit Neid zu tun hat", meint Kurth.

Unter den Oldtimer-Freunden brauchen sie keine Neider zu fürchten. Für die meisten ist und bleibt der 911er ein Traumwagen.

(NGZ)