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Grevenbroich: Nur wenig Resonanz auf Fragen zur U3-Betreuung

Grevenbroich : Nur wenig Resonanz auf Fragen zur U3-Betreuung

Die Stadt Grevenbroich beteiligt sich zurzeit an einer Studie des Bundesfamilienministeriums, die den Bedarf an Betreuung für Kinder unter drei Jahren ermitteln will. "Wir wollten erfahren, welche Betreuungsform die Eltern wünschen", erläutert Christa Schmitz-Kahmen vom Fachbereich Jugend.

Das Ministerium hat die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit der Datenerhebung und -auswertung beauftragt. Insgesamt wurden in hundert Kommunen Fragebögen verschickt.

Dazu wurden alle Eltern von Kindern unter drei Jahre angeschrieben. Um möglichst aussagekräftige Daten zu erhalten, wäre eine hohe Rücklaufquote erforderlich gewesen. Doch das ist ein Problem für die Verwaltung: Die Abgabefrist ist überschritten – und die Resonanz ist bisher gering. Nach drei Wochen hatten sich erst 25,6 Prozent der Befragten den Fragebogen zurückgesendet.

Woran es liegt? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, nur Vermutungen. Eine Beobachtung: In anderen Kommunen gebe es Antwortquoten von 50 Prozent, allerdings auch von bis zu 15 Prozent. "Es kann also nicht daran liegen, dass die Fragebögen zu kompliziert sind und dass das Ausfüllen zu viel Zeit kostet", sagt die Jugendhilfeplanerin. Sie vermutet eher, dass die Mütter und Väter in Grevenbroich mit den Betreuungsmöglichkeiten – etwa Kindertagesstätten und Tagespflege – für ihre Kleinkinder zufrieden sind: "Wer keine Probleme hat, der füllt keinen Fragebogen aus."

Noch ist die Datenerhebung nicht in allen beteiligten Kommunen abgeschlossen: In einigen ist die Eltern-Befragung bereits beendet, in anderen hat sie noch gar nicht begonnen. Doch alle ermittelten Daten sollen in eine große Studie einfließen. "Das Ergebnis soll Ende Herbst vorgestellt werden", sagt Christa Schmitz-Kahmen. Sie geht zurzeit davon aus, dass "die angestrebte Betreuungsquote von 32 Prozent ab August" auch ausreichend für den Bedarf ist.

(NGZ)