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Grevenbroich: Nur neun Kinder für Hans-Sachs-Schule

Grevenbroich : Nur neun Kinder für Hans-Sachs-Schule

Die Hans-Sachs-Hauptschule in Orken kann im Sommer aller Voraussicht nach keine Eingangsklasse bilden und wird dann allmählich auslaufen. Lediglich neun Jungen und Mädchen wurden für die fünfte Stufe nach den Sommerferien angemeldet – mindestens 18 wären für eine Klasse nötig.

Die Hans-Sachs-Hauptschule in Orken kann im Sommer aller Voraussicht nach keine Eingangsklasse bilden und wird dann allmählich auslaufen. Lediglich neun Jungen und Mädchen wurden für die fünfte Stufe nach den Sommerferien angemeldet — mindestens 18 wären für eine Klasse nötig.

Die Hans-Sachs-Schule wird voraussichtlich nur noch wenige Jahre Bestand haben: Bei den Anmeldungen für die fünften Klassen wurden lediglich neun Jungen und Mädchen angemeldet — zu wenige. "Die Schule wird mit größter Wahrscheinlichkeit fürs kommende Schuljahr keine Eingangsklasse bilden", erklärt der Erste Beigeordnete Michael Heesch. Die Folge: "Kommt keine fünfte Klasse zustande, löst sich die Schule per Gesetz selbst auf, sie wird allmählich auslaufen", sagt der Schuldezernent. Noch stehen allerdings wichtige Entscheidungen aus: "Wir werden in der nächsten Woche mit der unteren Schulaufsicht beim Rhein-Kreis Neuss über das weitere Vorgehen entscheiden. "Zu klären ist etwa, welche Schule die neun in Orken angemeldeten Kinder ab Sommer besuchen", erläutert der Schuldezernent. Notwendig sei zudem ein formeller Auflösungs-Antrag der Stadt — Schulausschuss und Rat werden sich damit befassen.

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Unerwartet kommt dieser Schritt nicht. Seit Jahren sinken die Anmeldezahlen an der Gemeinschaftshauptschule, im vergangenen Jahr wurde mit 18 Fünftklässlern die Hürde für eine Eingangsklasse nur knapp genommen. Im Jahr 2010 hatte es noch 26 Anmeldungen gegeben.

"Wir sind kein Einzelfall"

Und in der Diskussion, ob in Grevenbroich eine neue Sekundarschule oder eine zweite Gesamtschule eingerichtet wird, steht die Orkener Schule im Mittelpunkt der Überlegungen: In beiden Fällen würde die Hauptschule nach den Vorschlägen der Stadtverwaltung auslaufen und aufgelöst werden.

Dennoch: "Als die Zahl der Anmeldungen feststand, waren wir frustriert — denn wir glauben, dass wir hier gute Arbeit geleistet haben", erklärt Schulleiter Ansgar Strerath. Zugleich sagt er: "Wir sind kein Einzelfall. "Im Kreisgebiet sind viele Hauptschulen, die nicht konfessionell gebunden sind, von einer Schließung bedroht."

In diesem Jahr wird der Unterschied bei den beiden Grevenbroicher Hauptschulen besonders deutlich: Den neun Anmeldungen in Orken stehen 78 an der Katholischen Hauptschule an der Parkstraße gegenüber, 2011 waren es dort 77 Anmeldungen.

Auch Erster Beigeordneter Michael Heesch erklärt: "Wir haben die Hans-Sachs-Schule in eine Ganztagshauptschule umgewandelt, haben die Schulgebäude mit Millionen-Beträgen modernisiert. Aber der Elternwille ist ein anderer."

Michael Heesch verweist zudem auf die insgesamt sinkende Schülerzahl: "In zwei Jahren ist die Zahl der angehenden Fünftklässler um 100 gesunken. Die Anmeldezahlen bestätigen, dass wir die Schullandschaft in der Stadt neu ordnen müssen."

(NGZ)