Noa Soto Lores ist Spanierin und lebt derzeit in Grevenbroich

Karriere an der Schule: Spanisches Sprachtalent unterrichtet in Grevenbroich

Die reiselustige Sprachassistentin Noa Soto Lores unterstützt die Spanischlehrer am BBZ. Ihre Freizeit nutzt sie für Ausflüge nach Belgien, Holland und Skandinavien. Deren Sprachen spricht sie nämlich auch.

Streng genommen liegt ihr die Reiselust im Blut. Noa Soto Lores ist Spanierin, genau gesagt kommt sie aus Galicien. „Und die Galicier sind gerne unterwegs“ sagt die 23-Jährige über sich und ihre Landsleute. Schon mit 15 Jahren nutzte sie ihre Schulferien, um in der Nähe der ostenglischen Stadt Cambridge Englisch zu lernen. Nun unterrichtet sie selbst und arbeitet als Sprachassistentin am Berufsbildungszentrum (BBZ).

Noa Soto Lores ist derzeit in Grevenbroich. Am BBZ unterrichtet sie etwa 250 Schüler in Spanisch. Foto: Valeska von Dolega

„Im dritten Jahr beschäftigen wir Sprachassistenten“, berichtet BBzler Dieter Urbanski. „Damit wollen wir uns international öffnen, es ist ein Baustein im Konzept.“ „Toll“ findet die junge Frau ihre Aufgabe, insgesamt 250 Schülern der Zweige Wirtschafts- und Pädagogisches Gymnasium sowie Höhere Handelsschule die Finessen des Spanischen beizubringen. Bei Grammatikfragen steht sie ihnen zur Seite. „Vor allem Umgangssprachliches wollen die Schüler wissen“, hat sie festgestellt. Und ebenso hilft sie bei phonetischen Fragen, wie beim „sanft gerollten „R“, dem nicht ausgesprochenen „H“, oder dem geschriebenen V, das im Spanischen aber als ein B ausgesprochen wird. Und sie spricht der deutschen liebsten Ferieninsel „Mallorca“ natürlich richtig aus. „Das ‚L’ will ich nicht hören!“, sagt sie.

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„Ich mag Sprachen“, betont die junge Frau, die als Stipendiatin bereits im französischen Bordeaux war und auch ein Jahr in Köln studierte. „Aber Düsseldorf ist schöner als Köln“, erklärt sie ihre Liebe zur Landeshauptstadt, die „so schön und übersichtlich ist. Und Altbier schmeckt mir besser als Kölsch.“ Zum Feiern bleibt der unternehmungslustigen Lehrerin wenig Zeit. „Ich bin auch hier, um mein Deutsch zu verbessern“, deshalb ist sie in Düsseldorf an der Uni eingeschrieben und „ich lese wirklich gerne auf Deutsch“. Damit will sie ihr ohnehin schon weites Portfolio komplettieren. Italienisch, Französisch und Portugiesisch kann sie, Holländische lernt sie noch. Auch sprachwissenschaftlich-etymologisch zieht sie gerne Vergleiche. Gleichzeitig verweist sie auf das Reise-Gen, „Galicierin eben“, viele Anekdoten ranken sich um diese Erkundungslust. „Selbst der Mann im Mond ist Galicier“, heißt es. Deshalb nutzt sie ihre freie Zeit, um Nachbarländer wie Belgien und Holland zu erkunden.

Bis Mai kommenden Jahres ist Noa Soto Lores noch in der Schlossstadt. Dann geht es zunächst zurück in die Heimat, um dort ihren Master als Sprachtherapeutin zu absolvieren. Ihr Zuhause übrigens vermisst sie aber nicht, wie sie sagt. Zwar sind „deutsche Gepflogenheiten zwar oft sehr anders“, gefrühstückt wird in Spanien beispielsweise zur Tasse Kaffee ein Snack, ebenso wie Tapas „kleine Happen und keine opulenten Hauptmahlzeiten“m wie hier. Anstelle dessen beißt sie jetzt schon mal gerne herzhaft in eine deutsche Bratwurst.

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