Grevenbroich: Neurather Bowa-Lager soll ein Gewerbegebiet werden

Grevenbroich : Neurather Bowa-Lager soll ein Gewerbegebiet werden

Die Stadt plant ein neues Gewerbegebiet in Neurath. Da RWE Power in absehbarer Zeit das Lager des Bohr- und Wasserbetriebs (kurz: Bowa) an der Buchholzer Straße nicht mehr benötigt, sollen an dessen Standort künftig neue Betriebe angesiedelt werden. Das teilte der städtische Dezernent Florian Herpel jetzt den Mitgliedern des Planungsausschusses mit. Das Gelände ist etwa elf Hektar groß.

"Ziel ist es, dort ein Gewerbegebiet zu entwickeln, das die Ansiedlung von mittleren und größeren Betrieben ermöglicht", erklärte Herpel. Dabei sollen - je nach Nachfrage von Interessenten - unterschiedliche Grundstücksgrößen zur Verfügung gestellt werden. Die bestehende Anbindung des Geländes an die Buchholzer Straße soll beibehalten und als zentrale Zufahrt genutzt werden. Von dort aus kann das neue Gewerbegebiet auch erschlossen werden, erläuterte die Verwaltung. Die legte dem Ausschuss jetzt drei Entwicklungsoptionen vor, die Firmenansiedlungen in unterschiedlicher Größe vorsehen. Denkbar ist etwa der Verkauf von großflächigen Einheiten für ein bis zwei Großbetriebe bis hin zu kleinteiligeren Flächenentwicklungen zwischen 10.000 und 20.000 Quadratmetern. Einschränkungen ergeben sich durch eine Fernwärmeleitung sowie 110- und 380-Kilovolt-Freileitungen, die das Gelände queren.

Damit das Gebiet zeitig nach der Aufgabe des Bowa-Lagers einer neuen Nutzung zugeführt werden kann, müssen planungsrechtliche Voraussetzungen geschaffen werden. Da zurzeit kein Bebauungsplan für dieses Areal vorliegt, sollen nun ein entsprechendes Verfahren und die damit verbundenen frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit in Gang gebracht werden.

Dabei will die Stadtverwaltung offensichtlich auf die Tube drücken, denn ihr mangelt es eklatant an Gewerbeflächen. Allein im vergangenen Jahr wollten sich etwa 75 Unternehmen in Grevenbroich ansiedeln. Den meisten von ihnen musste die Wirtschaftsförderung eine Absage erteilen, weil es keine passenden Flächen gab.

(wilp)