Grevenbroich: Neues Zentrum am Finanzamt

Grevenbroich : Neues Zentrum am Finanzamt

Das Finanzamt an der Merkatorstraße hat eröffnet, nun startet die Vermarktung der Flächen gegenüber. Neben dem Bahnhof entsteht somit ein interessantes Zentrum, sogar eine Solar-Tankstelle für Elektroautos ist geplant.

Während der Arbeit wird das Elektroauto an der "Solar-tankstelle" für die Heimfahrt aufgeladen.Vielleicht ist das an der Merkatorstraße nicht mehr lange Zukunftsmusik: Das Autohaus Bernrath plant eine Solar-Carport-Anlage für Elektro-Fahrzeuge. Claus und Franz-Josef Bernrath gehören zu den Interessenten für die Gewerbefläche neben den Bahngleisen. Dort geht's voran: "Wir starten jetzt mit der Vermietung. Ich rechne damit, das im September die ersten Bauvorhaben beginnen können", so Wirtschaftsförderer Ulrich Held.

Das Finanzamt und die Gewerbeansiedlungen nebenan bedeuten laut Held "eine Riesen-Aufwertung für den Bereich an der Merkatorstraße. Davon profitiert aber auch die Innenstadt. Viele Beschäftigte werden in der City einkaufen gehen." Am Montag öffnete an der Merkatorstraße das Finanzamt mit 270 Mitarbeitern seine Türen – ein Zwölf-Millionen-Euro-Projekt.

Nun soll sich rasch die Brachfläche gegenüber mit Leben füllen, acht Interessanten haben sich für das rund ein Hektar große Areal gemeldet. Jahrelang hatte sich kaum etwas getan: Lange bemühte sich die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG) mit wenig Erfolg um den Verkauf. Voran ging's, als die Stadt die Vermarktung in die Hand nahm, das Areal kaufte. Doch Vermessung und Umschreibung der Grundstücke zogen sich hin. "Dass es länger gedauert hat, liegt innerhalb der Organisation der BEG", so Held. "Wir mussten die Interessenten in dieser Zeit bei Laune halten."

Nun aber ist die Stadt Eigentümerin, startet die Vermarktung. Entscheidungen über die Vergabe der Flächen fällen der Grundstücksausschuss und der Rat. Zu den Interessenten zählen etwa Architekten, Projektentwickler, eine Möbel-Montage-Firma – sowie Claus und Franz-Josef Bernrath mit der geplanten "Solar-Tankstelle". "Wir betreiben an der Von-Goldammer-Straße ein Autohaus mit Werkstatt und wollen uns weiter zukunftsweisend positionieren", sagt Claus Bernrath. Die Idee: Bahn-Pendler und Beschäftigte in der Innenstadt können für ihr elektrisch betriebenes Auto einen von rund 20 Stellplätzen unter einem Photovoltaik-Dach zum Aufladen mieten. "Der Standort am Bahnhof ist ideal", so Bernrath, der auch an die Vermietung von Elektroautos denkt.

Zur Merkatorstraße wechseln will auch Georg Fervers (52) mit seinem Betrieb für Heizung, Sanitär, Klima mit zehn Mitarbeitern. "Unser Standort an der Orkener Straße ist zu klein, außerdem wollen wir größere Ausstellungsflächen anbieten." Er möchte weiter einen zentral gelegenen Firmensitz: "Dafür ist der Standort an der Merkatorstraße sehr interessant."

(NGZ)
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