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Grevenbroich: Neues Brot aus Uralt-Körnern

Grevenbroich : Neues Brot aus Uralt-Körnern

Die Bäcker und Fleischer aus dem Rhein-Kreis veranstalten am Sonntag ihren Brot-Markt in Langwaden. Eigens dafür haben sie ein Brot entwickelt, dass es so derzeit noch in keiner Bäckerei zu kaufen gibt.

Außen hat es eine rustikale Kruste, innen ist es überraschend saftig: das "Urige Klosterbrot" — eine neue Kreation der Bäckerinnung, die eigens für den Brot-Markt am Zisterzienser-Konvent entworfen wurde. Und die hat es in sich: "Wir verwenden Einkorn, Emmer, Dinkel und Waldstauden-Roggen — also Urgetreide mit einer jahrtausendealten Tradition", erklärt Obermeister Jakob Andler. Diese Kombination aus "historischen" Rohstoffen verspreche einen Genuss, den sich schon unsere Ur-ururgroßväter gönnten. "Was ganz Besonderes", meint Andler.

Das "Klosterbrot" ist nur eines von 40 Produkten, die von Bäckern, Konditoren und Fleischern aus 15 Betrieben des Rhein-Kreises am Sonntag auf der Kloster-Wiese präsentiert werden. Da gibt es herzhafte und süße Brote, Bierknacker und Pfefferbeißer, die "Nüsser Kappeswoosch" und sogar einen Sauerkraut-Burger. Gulaschsuppe aus der Brot-Tasse, Gemüse, Pesto, hausgemachte Saucen, Ziegenkäse und Honig runden das Angebot ab.

Den Besuchern scheint diese Vielfalt zu gefallen. "In den vergangenen vier Jahren kamen im Schnitt etwa 10 000 Besucher, damit hätten wir am Anfang niemals gerechnet", meint Willi Schillings von der Fleischer-Innung. Der Markt habe sich längst zu einem Fest für die ganze Familie entwickelt — daran wollen die Veranstalter am Sonntag anknüpfen.

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Damit es mit dem Nachschub klappt, wird auf der Wiese des Klosters die größte Freiluft-Backstube in der Region aufgebaut. "Dort werden nicht nur die Profis an zwei Backöfen im Einsatz sein. Auch die kleinen Besucher können sich als Bäcker betätigen, ihr eigenes Brot backen und mit nach Hause nehmen", berichtet Jakob Andler.

Junge Leute, die einen handwerklichen Beruf ergreifen möchten, sind nebenan bei der Kreishandwerkerschaft Niederrhein richtig: "Bei uns gibt es reichlich Informationsmaterial zu den Jobs im Bäcker- und Fleischerhandwerk", betont der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Klaus Koralweski. Zudem stehen Auszubildende für Gespräche rund um das Handwerk bereit. "Das sind attraktive Berufe", meint Koralewski: "Gute Bäcker sind weltweit gefragt, die finden überall eine Stelle."

Die Veranstalter gehen auch in diesem Jahr wieder davon aus, dass sich die Besuchermassen in Richtung Langwaden bewegen werden. "Das ist auch eine gute Werbung für unser Kloster und seine Angebote", meint Frater Aelred Kuhbandner. Der Mönch begrüßt es, dass der Markt seit dem vergangenen Jahr nicht mehr in Hülchrath, sondern auf dem Gelände des Konvents veranstaltet wird: "Das biblische Grundnahrungsmittel passt zu uns", meint er. Und da zu Brot auch Wein gehört, bieten die Zisterzienser einen guten Tropfen zum Probieren an — ihren Hauswein.

(NGZ)