Grevenbroich: Neues Bad bis Ende 2014 fertig?

Grevenbroich : Neues Bad bis Ende 2014 fertig?

Die Grevenbroicher Politiker warten auf eine Entscheidung des Landrates. Sobald er das Projekt genehmigt, soll mit den Vorbereitungen zum Neubau des Schlossbades begonnen werden. Geplanter Eröffnungstermin: Ende 2014.

Läuft alles glatt, können die Grevenbroicher zum Ende des Jahres 2014 in ihrem neuen Schlossbad schwimmen. Nach Informationen der NGZ war das eine der Kernaussagen im Sportausschuss, der einmal mehr hinter verschlossenen Türen über das millionenschwere Neubau-Projekt diskutierte.

Zurzeit liegt eine detaillierte Kostenübersicht auf dem Schreibtisch von Hans-Jürgen Petrauschke. Der Landrat muss das Vorhaben genehmigen, da sich die Stadt im Nothaushalt befindet.

Mit einer Stellungnahme des Chefs der Kreisverwaltung wird in den "nächsten vier bis sechs Wochen" gerechnet, heißt es aus gewöhnlich gut informierten Kreisen. Gibt Petrauschke im Januar sein "Okay", muss der Rat entscheiden, ob das Gas- und Wasserwerk Grevenbroich (GWG) als Investor und Betreiber des Bades auftreten soll. Sobald dieser Beschluss vorliegt, werden die Bauarbeiten europaweit ausgeschrieben.

Jens-Wilhelm Brand, Geschäftsführer der Badbaufirma Constrata aus Bielefeld, hat den Politikern jetzt den Fahrplan für das Projekt vorgestellt. Demnach soll der Abriss des alten und der Bau des neuen Bades mindestens 20 Monate in Anspruch nehmen. Könnte mit den Planungen zeitnah begonnen werden, stände einer Eröffnung in 2014 nichts im Wege.

Dem Sportausschuss wurden bei dieser Gelegenheit erste Zeichnungen des neuen Bades vorgelegt — doch die bleiben vorerst unter Verschluss. Die Politiker haben weiterhin Stillschweigen über das Vorhaben vereinbart. Unserer Zeitung liegt eine Zeichnung vor, wie das Stadtbad künftig aussehen könnte. Wie diese Grafik zeigt, wird das künftige Gebäude wesentlich flacher ausfallen als das bisherige.

"Das sieht schon super aus. Dem Bad wird an dieser Stelle die komplette Dominanz genommen", erklärt ein Mitglied des Ausschusses: "Ob das aber so umgesetzt werden kann, ist noch fraglich." Denn auch das Amt für Denkmalschutz hat hier ein gewichtiges Wort mitzureden, da sich das Bad auf historischem Grund befindet — nämlich gleich neben dem Alten Schloss, der Keimzelle der Stadt.

Die neue Schwimmstätte soll sich grundlegend von der bestehenden unterscheiden. Vom Hallenbad (25-Meter-Becken, sechs Bahnen) sollen die Badegäste künftig nach draußen ins Freibad schwimmen können. Das Außenbecken wird mit insgesamt 25 Metern allerdings nur noch halb so groß wie das heutige Freibad.

Ganz in seiner Nähe soll ein Fünf-Meter-Turm mit Sprungbecken errichtet werden. Ein Kinderspielplatz ist im neuen Schlossbad ebenso geplant wie ein Beachvolleyball-Feld und ein Kiosk. Darüber hinaus soll es nach derzeitigen Plänen auch eine Sauna geben.

(NGZ)
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