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Grevenbroich: Neues Ärztehaus eröffnet

Grevenbroich : Neues Ärztehaus eröffnet

Die medizinische Versorgung in der Schlossstadt soll dauerhaft verbessert werden. Aus diesem Grund investierte der Rhein-Kreis 16,5 Millionen Euro in ein Fachärztezentrum. Gestern erfolgte die offizielle Schlüsselübergabe.

Besser hätte es der Rhein-Kreis Neuss nicht inszenieren können: Das Krankenhaus hatte den Tag der offenen Tür mit der offiziellen Eröffnung des Fachärztezentrums verknüpft. Und so strömten gestern von 11 bis 17 Uhr einige Tausend Besucher an die von-Werth-Straße 5. Sie ließen sich durch das Kreiskrankenhaus (KKH) führen, konnten sich über aktuelle Behandlungsmethoden direkt vor Ort informieren, warfen einen vorsichtigen Blick in die eigens für sie geöffneten Operationssäle und staunten nicht schlecht, was das neue Fachärztezentrum als Ergänzung alles zu bieten hat.

Der neue Gebäudekomplex in direkter Nachbarschaft zum KKH ist jetzt fertig. Bereits zum Jahreswechsel bezog der Kardiologe Dr. Rainer Budde seine neuen Praxisräume. Als letzte Mietpartei nahm in der ersten Mai-Woche die Praxis-Mannschaft von Dr. Karl Alberty die Dialyse in Betrieb. "Wir sind pünktlich fertig geworden. Es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten", freute sich Kreiskrankenhausdirektor Ralf H. Nennhaus über das "perfekte Ergebnis". Auch der Ärztliche Krankenhausdirektor, Dr. Friedrich W. Korsten, kann der Kooperation nur Positives abgewinnen: "Hier ergänzen sich Kliniker und Niedergelassene auf engstem Raum zum Wohle der Patienten." Für ihn ist dieser vom Rhein-Kreis vorgelegte Schritt zukunftsentscheidend: "Die Form der Zusammenarbeit ist existenzsichernd. Wenn das Krankenhaus dauerhaft bestehen bleiben soll, dann nur so." Das neue Zentrum beheimatet mit einer Apotheke und zehn Praxen insgesamt 28 Fachärzte. Von den kurzen Wegen und der zeitlichen Ersparnis für Mensch und Mediziner schwärmt auch Professor Bernhard Höltmann: "Das ist ein Aufbruch in eine andere Zeit."

Bevor Kreisbauamtsleiter Michael Baumeister in Architekten-Funktion zur symbolischen Schlüsselübergabe schritt, betonte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke im Beisein von Krankenhausdezernent Ingolf Graul: "Wir haben am Bedarf geplant. Die Menschen wünschen sich Fachärzte in der Nähe ihrer Klinik." Dass die Kooperation zwischen beiden Häuser gut angelaufen ist, konnte der Gastroenterologe Dr. Axel Naumann nur bestätigen: "Hier merkt man, dass das Krankenhaus schon über langjährige Erfahrungen mit Praxen wie der Pathologie, der Neurologie und der Radiologie verfügt."

Seit 2006 hat Nennhaus-Vorgänger Hubert Retzsch — seit 1. Januar pensioniert — Planung und Umsetzung erfolgreich vorangetrieben. In Anerkennung dieser Leistung wurde er gleich mehrfach als "Vater des Ärztehauses" bezeichnet.

(NGZ)