Neuer XXL-Roboter hält den Rasen im Kapellener Erftstadion kurz

Sportanlagen in Grevenbroich: XXL-Mähroboter hält Rasen im Stadion kurz

Die Stadt testet den Mäher auf dem Naturrasen in Kapellen. Bislang sind die Erfahrungen gut.

Er ist grau und mit etwa 50 Zentimetern Höhe kein Riese, doch er ist zurzeit eine Attraktion im Erftstadion in Kapellen. Seit einem Monat ist dort „Robby“ unterwegs – der Rasenmäher-Robotor der XXL-Klasse pflegt den Naturrasen-Fußballplatz. Und bis jetzt macht er seine Sache augenscheinlich gut.

„Die Kinder finden den Roboter lustig. Wir haben gesagt, dass sie ihn gut behandeln sollen, das ist unser jüngstes Mitglied“, sagt Harun Ogan vom Vorstand des SC Kapellen-Erft, lächelnd. In vielen Privatgärten sind Mäh-Roboter bereits unterwegs, doch die Stadt hatte Größeres im Sinn. Sie testet auf der Sportanlage ein Gerät der Firma „Echo“, das mit einer Schnittbreite von einem Meter besondere Dimensionen aufweist. „Wir sammeln hier Erfahrungen. Bewährt sich der Roboter, überlegen wir, weitere für andere Rasenplätze anzuschaffen“, erklärt Stadtsprecher Stephan Renner beim Ortstermin. 16.000 Euro plus 2000 Euro für die Installation etwa der Stromaufladestation hat die Investition gekostet.

Währenddessen ist „Robby“ unermüdlich auf dem Grün unterwegs, rollt mit 3,5 km/h übers Feld, biegt unvermittelt nach links ab. Induktionsschleifen am Platzrand geben ihm Orientierung, Mehrere Sensoren an der Front signalisieren Hindernisse. „Der Kurs des Robotors ist nicht nachvollziehbar“, hat Harun Ogan beobachtet. Seine Vermutung ist, dass der Mäher die Richtung öfter wechselt, damit die Räder nicht den Rasen plattfahren.

  • Museum Villa Erckens in Grevenbroich : Besseres Licht für das Niederrhein-Museum

Bislang waren die Stadtbetriebe Grevenbroich zweimal in der Woche mit dem Mähtraktor über den Platz gefahren. „Nun setzen wir den Roboter täglich ein, so dass er den Rasen konstant auf 3,5 Zentimeter Länge hält“, sagt Harun Ogan. Die von fünf Mähwerken abrasierten Halmspitzen werden auf dem Platz verteilt, dienen als Dünger. „Der Aufwand für die Rasenpflege sinkt. Und der Roboter ist fast geräuschlos, wir können ihn auch nachts einsetzen“, nennt Stephan Renner zwei Vorteile der Neuanschaffung .

Falls es mal Probleme geben sollte, prangt eine große rote Stopptaste auf dem Roboter-„Rücken“, darunter befindet sich das Display zum Programmieren. „Wir können den Mäh-Roboter aber auch per App vom Smartphone aus steuern, erläutert Harun Ogan.

Nach den ersten Wochen ist er mit dem stummen Helfer zufrieden: „Der Platz wird täglich gepflegt, und der Rasen ist dichter geworden. Der Traktor hat hin wieder Reifenspuren hinterlassen.“

Mehr von RP ONLINE