1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Neuer Kaplan kennt Rhein-Kreis gut

Grevenbroich : Neuer Kaplan kennt Rhein-Kreis gut

Michael Mohr wird hellhörig, sobald das Gespräch auf die City-Kirche St. Peter und Paul fällt. "Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie sie nach der Renovierung aussieht", sagt der 37-Jährige. Die Neugier ist verständlich: St. Peter und Paul wird ab Spätsommer ein wichtiger Bestandteil seines neuen Arbeitsplatzes sein. Zum 1. September hat Erzbischof Kardinal Meisner ihn zum neuen Kaplan für die Pfarreiengemeinschaft Elsbach/Erft ernannt, und in St. Peter und Paul kennt sich Mohr aus. Was viele nicht wissen: In der Citykirche hat er schon einmal gepredigt. "Als Vertretung vor fünf Jahren", sagt Mohr.

Vor etwa zwei Wochen hat er erfahren, dass seine berufliche Zukunft in Grevenbroich liegt. Zu einem ersten Besuch in der Schlossstadt hat es bisher zwar nicht gereicht, weil Mohr zurzeit in Wipperfürth — dort ist er noch bis Ende August als Kaplan tätig — terminlich stark eingebunden ist. Aber mit der Benachrichtigung des Erzbistums Köln kamen sofort viele Erinnerungen hoch. Denn den Rhein-Kreis Neuss kennt Mohr bestens: Seine Zeit als Diakon und ein Kaplansjahr verbrachte er in Neuss-Mitte. Dort arbeitete er bereits mit Oberpfarrer Guido Assmann zusammen. Mit dem Monsignore — 2006 wurde Assmann von Papst Benedikt XVI. zum "Kaplan Seiner Heiligkeit" mit dem Titel Monsignore ernannt — hat er sich daher auch schon über die Pfarreiengemeinschaft Elsbach/Erft ausgetauscht. Zurzeit ist Assmann dort als Pfarrverweser tätig, nachdem der leitende Pfarrer Willi Steinfort die Schlossstadt verlassen hat.

Michael Mohr macht kein Hehl daraus, dass ihn die Zeit in Neuss geprägt hat. "Das Schützenwesen zum Beispiel habe ich erst dort kennengelernt", sagt Mohr. "Und wer das Schützenfest in Neuss mitgemacht hat, den lässt das nicht mehr los." Die Grevenbroicher Schützen dürfte das freuen. Und die Messdiener sollten sich schon mal vormerken: Falls sie ein Fußballturnier planen, haben sie mit Michael Mohr den richtigen Mann an ihrer Seite. Denn der Kaplan war früher auch als Jugendtrainer und Schiedsrichter unterwegs. Ob er allerdings als Kicker eine Verstärkung für eine Mannschaft wäre, lässt er lieber offen. "Meine Mitspieler von einst betonen gerne, ich sei ein besserer Schiedsrichter als Kicker", sagt er und lacht.

Geboren wurde Mohr 1975 in Windeck. Nach Abitur und Zivildienst hat er Finanzwirtschaft studiert und sechs Jahre im Finanzamt Siegburg gearbeitet. 2001 entschied sich Mohr für ein Theologiestudium. Dem Studium folgte das Priesterseminar in Köln. 2008 wurde er im Kölner Dom zum Priester geweiht. Seit 2009 ist er als Priester in Wipperfürth tätig. Dort ist er als Kaplan ernannt für die ganze Stadt mit ehemals neun Pfarren. Bald führt ihn der Weg nach Grevenbroich. "Ich freue mich drauf", sagt er.

(NGZ/ac)