Grevenbroich: Neuer Jugendrat will jungen Leuten in Grevenbroich eine Stimme geben

Grevenbroich : Neuer Jugendrat will jungen Leuten in Grevenbroich eine Stimme geben

Glücklich und voller Tatendrang versammelte sich jetzt der frisch gewählte Jugendrat in der Alten Feuerwache. Max Wurdack (15), Dana Altpeter (18), Arbnore Fazliu (17), Paul Kram (16), Muhammed Balibey (16) und Nils Heide (17) wollen in der Schlossstadt etwas verändern - und Jugendlichen mehr Möglichkeiten bieten.

Am vergangenen Montag konnten Schüler der weiterführenden Schulen ihre sechs Topkandidaten wählen, dafür wurden Wahlurnen in den Schulen bereitgestellt. Mehr als ein Drittel der Schüler gaben ihre Stimme ab. "Wir sind sehr zufrieden mit der Wahlbeteiligung. Das zeigt, dass junge Leute sich sehr wohl für Politik interessieren", sagt Hilde Seuring vom Jugendamt, die den Jugendlichen als Ansprechpartnerin zur Seite steht.

Los geht's für die jungen Politiker nach Karneval. "In der ersten Arbeitsrunde werden sie Jugendratssprecher wählen und erste Ideen und Projekte zusammentragen", erklärt Seuring. Wolfgang Hufendiek, ebenfalls Ansprechpartner und Mitarbeiter des Jugendamts, will die Jugendlichen näher zusammenbringen: "Sie verfügen als Jugendrat über eine bestimmte Summe Geld. Davon könnten die Jugendlichen zum Beispiel eine Kennenlernfahrt organisieren." Auch ein eigenes Büro steht dem Jugendrat zur Verfügung. In der Alten Feuerwache können sie so Sprechstunden anbieten oder ihre Facebookseite pflegen.

Der erste offizielle Termin ist für den 5. März angesetzt. Dann tagt der Jugendhilfeaussschuss. "Dort wird der Jugendrat vorgestellt", erklärt Seuring. Bei ihren Wählern präsentierten sie sich bereits gestern zum ersten Mal. "Auf der U-16 Party in der Alten Feuerwache sind viele Schüler, die an der Wahl teilgenommen haben", sagt Hufendiek.

Insgesamt ist es bereits der vierte Jugendrat. Das Ziel: Junge Leute an die demokratischen Gepflogenheiten heranzuführen. In der Umsetzung wurde über die Jahre einiges verändert. "Der erste Jugendrat war zu groß und auch der Altersunterschied führte häufig zu Problemen", erzählt Seuring. Auch diesmal lief noch nicht alles glatt - die Kooperation mit den Schulen gestaltete sich schwierig. "Die Wahl war nicht gut organisiert. Alles war sehr kurzfristig, und wir wussten selbst nicht wie die Wahl genau ablaufen wird", sagen Altpeter und Heide. "Solche Dinge müssen wir in Zukunft optimieren. Für die Jugendlichen ist jetzt erstmal wichtig, dass sie Interesse zeigen und engagiert sind", betont Hufendiek.

(NGZ)
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