1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Neue Mensa für Berufsschüler

Grevenbroich : Neue Mensa für Berufsschüler

Das Berufsbildungszentrum Grevenbroich erhält im nächsten Jahr eine neue Mensa. Das Besondere: Dort bewirten Schüler – angehende Servicekräfte – ihre Mitschüler. Seit 2010 wurden zwei Millionen Euro in die Schule investiert.

Das Berufsbildungszentrum Grevenbroich erhält im nächsten Jahr eine neue Mensa. Das Besondere: Dort bewirten Schüler — angehende Servicekräfte — ihre Mitschüler. Seit 2010 wurden zwei Millionen Euro in die Schule investiert.

Lasagne und anderes stehen auf dem Speiseplan, zuweilen auch Gänsebraten. Allerdings verspeisen die Schüler des Berufsbildungszentrums Grevenbroich an der Bergheimer Straße diese Leckereien zurzeit in einer provisorischen Mensa.

Im Forum sind für die Hungrigen 40 Sitzplätze durch Stellwände abgeteilt. Das wird bald anders: Im März oder April 2012 soll der Bau der neuen Mensa mit 120 Sitzplätzen starten. Mit der Fertigstellung des 800 000 Euro teuren Gebäudes rechnet der Rhein-Kreis Neuss für den Beginn des Schuljahres 2012/2013.

Bedarf dafür ist am Berufsbildungszentrum mit immerhin 2600 Schülern vorhanden: "Wir haben Unterricht bis 15 oder 16.30 Uhr. Immer mehr Schüler wollen ein gesundes, frisches und vollständiges Mittagessen — und nicht nur ein Käsebrötchen auf der Hand", berichtet stellvertretender Schulleiter Knud Hansen.

Der zweietagige Anbau soll im Innenhof des größten Gebäudes der Berufsschule entstehen. "Dieser Hof wird nicht genutzt", so Hansen. Erste Vorarbeiten für die Elektroanlagen haben begonnen. Das Besondere: Schon jetzt kochen Schüler für Schüler, bereiten das Mensaessen zurzeit in der Lehrküche zu — als Teil ihres Unterrichts.

Zwei Jahre dauert die Ausbildung zur Servicekraft. "Dazu gehört auch die Zubereitung von Speisen, dafür ist unsere Mensa wichtig. Dort lernen die Schüler, was etwa in Restaurants zu beachten ist", erläutert Renate Feher, technische Leiterin im Fachbereich Hauswirtschaft. Auch Planung, Aufräumen und Spülen werden so geübt.

Rund 40 junge Menschen, etwa ein Viertel sind Männer, absolvieren zurzeit diesen Ausbildungsgang. Danach können sie beispielsweise in Hotels, in der Gastronomie, in Altenheimen oder Krankenhäusern arbeiten. Praxiserfahrung erhalten die angehenden Servicekräfte reichlich — nicht nur in der provisorischen Mensa.

Sie sind auch bei einigen Kreisveranstaltungen fürs Catering zuständig. Knud Hansen weiß aus eigener Erfahrung: "Das Essen in der Mensa schmeckt gut." Und die Teilnehmer am Bildungsgang "freuen sich natürlich, wenn sie von ihren Mitschülern Lob hören".

De Bau der Mensa ist nur eine von mehreren großen Investitionen ins Berufsbildungszentrum. 2010 wurden viele Fenster gegen Dreifachverglasung ausgetauscht, wurden Dächer und Fassaden saniert.

In diesem Frühjahr stellte der Kreis die neue Holz-Pellet-Heizanlage vor, mit der 30 Prozent Energiekosten gespart werden sollen. Für diese Investitionen standen zwei Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes bereit.

(NGZ)