Grevenbroich: Neue Kita im Buckau-Viertel

Grevenbroich : Neue Kita im Buckau-Viertel

Der Kindergarten im Buckau-Viertel wird die erste Schwerpunkt-Einrichtung für die U 3-Betreuung in der Stadt. 32 Plätze sind für Unter-Dreijährige bestimmt. Gestern wurde der Grundstein gelegt, Einzugstermin ist im Herbst.

Svetlana Schaarmann-Tröger konnte sich gestern bereits an ihrem künftigen Arbeitsplatz umsehen. Seit sechs Jahren leitet die 31-Jährige das "Traumzauberhaus" in Elsen, ab Jahresende die neue große Tagesstätte mit fünf Gruppen im Buckau-Viertel. Ob auch der neue Kindergarten einen so fantasievollen Namen erhält, steht noch nicht fest. Für die Namensfindung ist Zeit: Gestern wurde der Grundstein gelegt. Zu Weihnachten soll die neue Tagesstätte in Betrieb sein.

Bürgermeisterin Ursula Kwasny brachte einen Stein mit der Baujahr-Angabe "2011" in Position und machte auf die Bedeutung des Neubaus aufmerksam. "Dies wird in Grevenbroich die erste Kita als Schwerpunkteinrichtung für Unter-Dreijährige." 32 der 85 Plätze sind für Kleinkinder aus der gesamten Stadt bestimmt. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine integrative Gruppe einzurichten. Kwasny betonte: "Erziehung und Bildung sind Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Eltern brauchen Unterstützung, um Familie und Beruf vereinbaren zu können." Die Kita ist wichtig, weil die Stadt bis 2013 den Rechtsanspruch auf U 3-Betreuung gewährleisten muss. Laut Erstem Beigeordneten Michael Heesch sollen bis dahin 172 zusätzliche U 3-Plätze in Kitas geschaffen werden.

Die Mauern auf der Baustelle sind schon so weit hochgezogen, dass die Gäste einen guten Eindruck vom L-förmigen Gebäude erhielten. "Jede Gruppe verfügt über einen rund 45 Quadratmeter großen Gruppenraum, Neben- und Sanitärraum sowie eine Küchenzeile", erläutert Hedi Faßbender vom Architekturbüro Lenze + Partner. Die Ruheräume wurden separat angeordnet, "damit die spielenden Kinder nicht die schlafenden stören". Das warme Essen wird von einer zentralen Küche aus verteilt. Das Foyer kann mit dem Mehrzweckraum zu einem rund 100 Quadratmeter großen Raum vereint werden. Ein Highlight ist das 5000 Quadratmeter große Außengelände, der Erdaushub dient als Material für eine Hügellandschaft – ideal für spannende Spiele.

Trotz des Baufortschritts: "Es bedarf noch Anstrengungen, um rechtzeitig fertig zu werden", sagt Architekt Bernd Sokolowski. Erst verschoben Finanzierungsfragen den Baubeginn, dann sorgte der Frost für fünfwöchigen Stillstand. Im Oktober oder November sollen die 40 Kinder aus der "Rappelkiste" am Platz der Republik dorthin umziehen, diese Kita wird aufgegeben. Für die neuen U 3-Plätze "werden wir unsere Interessenslisten durchgehen und Eltern anschreiben", so Fachbereichsleiterin Birgit Schikora. Wer Nachfolgerin von Schaarmann-Tröger im "Traumzauberhaus" wird, steht noch nicht fest.

(NGZ)