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Grevenbroich: Neue Häuser für Frimmersdorf

Grevenbroich : Neue Häuser für Frimmersdorf

2012 rollen die Bagger im Frimmersdorfer Neubaugebiet Am Glockenstrauch an – mit fast drei Jahren Verzögerung. Zunächst planen RWE und Stadt 40 Wohnhäuser. Statt Fernwärmeanschluss gibt's ein Förderprogramm.

2012 rollen die Bagger im Frimmersdorfer Neubaugebiet Am Glockenstrauch an — mit fast drei Jahren Verzögerung. Zunächst planen RWE und Stadt 40 Wohnhäuser. Statt Fernwärmeanschluss gibt's ein Förderprogramm.

Das hört sich nach einem Schnäppchen für Hausbauer an: 115 bis 120 Euro soll der Quadratmeter im Neubaugebiet "Am Glockenstrauch" kosten, im Kapellener Baugebiet sind dafür 210 Euro fällig.

Doch während im Norden der Stadt kräftig gebaut wird, steht das neue Wohngebiet im Frimmersdorfer Süden bislang nur auf dem Papier. 2008 hatten die Stadt und RWE Power eine Vereinbarung für das Baugebiet Glockenstrauch unterzeichnet, bereits 2009 sollten die Bagger anrollen. Doch die Grundstücksverhandlungen zogen sich lange hin.

Nun aber sind alle nötigen Verträge unter Dach und Fach, "die Detailplanung ist fertig und mit der Stadt abgestimmt. Im März wollen wir mit den Erschließungsarbeiten beginnen", erklärt Achim Lückoff, Leiter der Abteilung Liegenschaftsentwicklung bei RWE Power. "Das Baugebiet ist ein wichtiges Signal für die Entwicklung im Süden der Stadt." Der Konzern übernimmt die Kosten für die Erschließung — rund 1,3 Millionen Euro.

Der Bau der ersten Häuser kann wohl im Sommer starten. Rund 40 Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften sollen nördlich der K 39 entstehen, Grundstücksgrößen zwischen 200 und 500 Quadratmetern sind möglich. Durch das Wohngebiet führt eine Ringstraße, die an die Straße Am Glockenstrauch angebunden wird. In zwei weiteren Abschnitten bestehen in Richtung Rewe-Markt "Baulandreserven für rund 100 weitere Häuser", sagt Stadtplaner Ralf Müller.

Vom Tisch ist der fürs Baugebiet geplante und lange geprüfte Fernwärme-Anschluss. "Die Energieeinsparverordnung sieht hohe Anforderungen an die Dämmung der Häuser vor. Der Primärenenergieverbrauch ist daher so gering, dass sich die Investitionen für ein Fernwärmenetz nicht lohnen", begründet Müller.

Stattdessen bietet RWE ein "Förderprogramm für Energie und umweltbewusstes Bauen an", sagt Lückoff. "Bestandteil ist unter anderem eine kostenlose Energieberatung durch einen unabhängigen Energieberater", so Lückoff.

Mit einem Bonussystem kann der Eigentümer zudem Punkte sammeln — für den Einbau einer Luftwärmepumpe und Belüftung, aber auch für die Verwendung naturnaher Baustoffe oder heimischer Hölzer — und dafür Geld bekommen. Der Vorteil kann bei einem Einfamilienhaus bei hoher Punktzahl rund 3000 Euro ausmachen. "Mit dem Bonussystem haben wir in Bergheim und Bedburg bereits gute Erfahrungen gemacht", so Lückoff.

Das Interesse an den Bauparzellen ist laut Lückoff und Müller groß. Rund 20 Interessenten haben sich bereits gemeldet — viele aus Frimmersdorf und Neurath, aber auch von außerhalb", so Müller.

(NGZ)