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Grevenbroich: Neue Gewerbeflächen als Job-Maschine

Grevenbroich : Neue Gewerbeflächen als Job-Maschine

2016 soll mit der Vermarktung eines 12,5 Hektar großen Gewerbegebiets in Kapellen begonnen werden. Schon in diesem Jahr sollen in Grevenbroich mehr als 200 Arbeitsplätze entstehen - vor allem im Industriegebiet-Ost gibt's neue Jobs.

Die Wirtschaftsförderung geht davon aus, dass in diesem Jahr mehr als 200 Arbeitsplätze in Grevenbroich geschaffen werden. "Natürlich ist so etwas immer ein Stück weit Teesatz-Leserei, aber diese Zahl ist sehr konservativ geschätzt", sagt Wirtschaftsförderer Ulrich Held. Ein Großteil der neuen Jobs wird dabei im Industriegebiet-Ost geschaffen. "Dort siedelt sich ein Unternehmen an, das schon alleine rund 100 Arbeitsplätze schafft", erklärt Held. Dabei handelt es sich um einen Autozulieferer, der im Industriegebiet-Ost bereits 2012 das Areal mit der alten "Kartoffelhalle" gekauft hat. Im Frühjahr wird die Firma ihren Betrieb aufnehmen.

Hinzu kommen weitere Betriebe, die in diesem Jahr in Grevenbroich ihre Zelte aufschlagen. Das bekannteste Beispiel ist der Freizeitpark "Bobbolandia", der auf dem ehemaligen Wellenfreibadgelände in Neurath eröffnet. Dort werden laut Kai Fischer, der neben Thomas und Klaudija Glisin zu den Investoren für das 1,2-Millionen-Euro-Projekt zählt, 20 Jobs geschaffen. "Perspektivisch könnten es auch mehr werden - je nachdem, wie sich ,Bobbolandia' entwickelt", erklärte Fischer kürzlich bei einer Ortsbegehung.

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Mit voraussichtlich mehr als 200 neuen Arbeitsplätzen würde die Stadt leicht über dem Schnitt der vergangenen sechs Jahre liegen. "In diesem Zeitraum sind rund 1100 Arbeitsplätze in Grevenbroich entstanden", sagt Ulrich Held. Ein Motor war dabei das Gewerbegebiet K 27 in Kapellen. Nachdem die Flächen dort komplett vermarktet sind, arbeitet die Stadt am nächsten Schritt. In unmittelbarer Nachbarschaft sollen auf einer Fläche von 12,5 Hektar neue Grundstücke für Gewerbe entstehen. "Das Entwässerungskonzept ist derzeit in Arbeit, das Lärmschutzgutachten wurde in Auftrag gegeben", sagt Held. "Unser Fahrplan sieht vor, dass wir Ende 2016 in die Vermarktung einsteigen können."

Die Wirtschaftsförderung hofft, dass auf der 12,5 Hektar großen Fläche viele weitere Arbeitsplätze entstehen. Zum Vergleich: Das komplett vermarktete Gewerbegebiet K 27 nebenan ist lediglich 2,7 Hektar groß. Dort sind 200 Jobs entstanden. Vor allem klein- und mittelständische Unternehmen haben sich in Kapellen angesiedelt. Das entspricht auch der Zielgruppe für die neuen Gewerbeflächen zwischen K 27 und der Autobahn 46.

Mittel- bis langfristig setzt die Wirtschaftsförderung zudem auf die geplanten interkommunalen Gewerbegebiete mit Rommerskirchen und Jüchen. "Sie würden uns neuen Spielraum geben", sagt Held. An Anfragen von interessierten Unternehmen mangele es in Grevenbroich nicht. "Unser Problem ist, dass wir nicht immer die passenden Flächen bieten können", erklärt Ulrich Held.

(NGZ)