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Nachruf: Matthias Nobis - vielfach engagiert für Grevenbroich

Nachruf : Matthias Nobis - vielfach engagiert für Grevenbroich

Matthias Nobis ist tot. Der vielfach für Grevenbroich engagierte Südstädter starb im Alter von 73 Jahren. Sein Name war schon in der Beatles-Ära ein Begriff in Grevenbroich.

Matthias Nobis spielte Gitarre bei den „Mods“, einer Band, die in den 1960ern ein Garant für volle Säle war. In den 90ern hing er sein Instrument an den Nagel, denn es gab für ihn wichtigere Dinge als die Musik. Zum Beispiel das politische Engagement: Von 1989 bis 2009 gehörte Nobis zu den maßgeblichen Gestaltern der CDU-Politik in Grevenbroich. Der Südstädter war fast 20 Jahre lang Mitglied des Stadtrates, leitete lange Zeit den Sozialausschuss, und er war 2001 bis 2009 Vorsitzender des Stadtverbandes.

Sein Parteibuch gab er 2016 allerdings ab – nicht, weil es Ärger in Grevenbroich gab. Vielmehr war Matthias Nobis nicht mehr mit dem Kurs der CDU einverstanden. „Sie ist nicht mehr die konservative Partei, in die ich einmal eingetreten bin“, argumentierte er anlässlich seines 70. Geburtstages.

Vielfältig engagiert war der Vater einer behinderten Tochter auch für Menschen mit Handicap. Er setzte sich für andere ein, etwa als Aufsichtsratsvorsitzender der „Lebenshilfe“ im Rhein-Kreis Neuss und Verwaltungsratsvorsitzender der gemeinnützigen GmbH „Leben und Wohnen“. Zudem war er Verwaltungsrats-Mitglied der Varius-Werkstätten in Hemmerden.

Der ehemalige kaufmännische Angestellte in den Kraftwerken Frimmersdorf und Neurath wurde 2017 zum neuen ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Stadt ernannt. In dieser Eigenschaft setzte er sich auch außerhalb der Sprechstunden für seine Mitmenschen ein. Matthias Nobis’ Tod reißt eine große Lücke in Grevenbroich.