Nach SPD-Kritik: CDU checkt Tempo-30-Zonen in Grevenbroich

Nach SPD-Kritik : CDU checkt Tempo-30-Zonen in Grevenbroich

Von 42 Grundschulen und Kindertagesstätten im Stadtgebiet haben 40 bereits heute eine Tempo-30-Zone vor der Haustüre. Das meldete jetzt die CDU in einer Pressemitteilung. „Die beiden übrig bleibenden Einrichtungen müssen als unkritisch bewertet werden“, so Fraktionschef Wolfgang Kaiser.

Gemeint sind die Kita am Ostwall in Grevenbroich, die von Eltern über den verkehrsberuhigten Zehnthof angefahren werden kann, und der Waldkindergarten in Langwaden, der nur zu Fuß über den Parkplatz am Zisterzienser-Kloster zu erreichen ist.

Grund für die Bestandsaufnahme, die Ratsmitglied Max von Borzestowski vornahm, ist die Diskussion über 30er Zonen in der jüngsten Ratssitzung. „Die dabei gefallene Bemerkung der SPD, wir wären gegen den Schutz der Kleinsten im Straßenverkehr, ging tief unter die Gürtellinie – das wollten wir nicht auf uns sitzen lassen“, sagt Kaiser. Zum Hintergrund: Die SPD hatte einen – nach eigener Bewertung – weitergehenden Antrag eingereicht, der unter anderem eine flächendeckende Einrichtung von Tempo-30-Zonen vor allen Kitas und Grundschulen in der Stadt fordert. Das Ergebnis des Checks habe nun eine Vermutung der Union bestätigt: „De facto gibt es schon heute vor 100 Prozent der Tagesstätten und Grundschulen eine 30er Zone. Die SPD sollte ihre Anträge genauer prüfen, bevor sie uns mit heftigen Vorwürfen kommt“, sagt Wolfgang Kaiser.

Daniel Rinkert reagiert gelassen auf die Kritik: „Natürlich ist unser Antrag weitergehender. Wir wollen nicht nur eine Prüfung vor Grundschulen und Kitas, sondern grundsätzlich vor allen schützenswerten Einrichtungen in der Stadt – etwa vor weiterführenden Schulen, Senioren-, Pflege- und Jugendheimen“, sagt der SPD-Fraktionsgeschäftsführer. Mit anderen Fraktionen des Rates will er das Thema „Schulweg- und Verkehrssicherheit“ noch einmal separat aufgreifen.

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