Grevenbroich: Nach Festnahme: Polizei sucht Besitzer von 1800 Schmuckstücken

Grevenbroich : Nach Festnahme: Polizei sucht Besitzer von 1800 Schmuckstücken

Mindestens 70 Einbrüche werden der albanischen Bande zur Last gelegt, die im Februar dieses Jahres von der Mönchengladbacher Polizei geschnappt wurde. Etwa 1800 Schmuckstücke wurden sichergestellt. Sie entstammen höchstwahrscheinlich aus Taten, die ab Anfang 2016 begangen wurden - auch im Grevenbroicher Stadtgebiet. Die Ermittlungskommission "Albatros" arbeitet derzeit daran, die Geschädigten und Tatorte zu ermitteln. Dies gelang bisher nur bei einem Teil der sichergestellten Beute.

Nun wird nach Eigentümern gesucht, die bisher nicht ermittelt werden konnten. Wegen der hohen Anzahl der Beutestücke wird die Polizei Mönchengladbach auf ihrer Internetseite von nun an Übersichtsaufnahmen zur Öffentlichkeitsfahndung herausgeben. Geschädigte von Wohnungseinbrüchen, die ihr Eigentum wiedererkennen, werden gebeten, sich zunächst per E-Mail an "EKAlbatros.Moenchengladbach@polizei.nrw." zu wenden. Möglich ist aber auch ein Telefonat unter 02161 292546.

Die nun dingfest gemachte Bande ging bei den Einbrüchen immer nach einem bestimmten Muster vor. Die Täter stiegen stets über die Rückseite in Einfamilienhäuser ein, hebelten massiv an Terrassentüren herum und ließen nicht ab, auch wenn die Gebäude gesichert waren. Zur Not schlugen sie die Scheibe ein. Dann wurden die Häuser gründlich durchsucht, gestohlen wurden Geld und Schmuck.

Ein Teil der Beute konnte die Polizei bereits den rechtmäßigen Besitzern wieder zurückgeben. Vier Haupttäter im Alter von 21 bis 25 Jahren, die sich illegal in Deutschland aufhielten, sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen - darauf steht eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren. Außerdem wurden fünf Komplizen ermittelt, darunter eine Frau. Sie waren die "Logistiker", stellten den Hauptverdächtigen Wohnungen und Fahrzeuge zur Verfügung.

(NGZ)
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