1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Musiklehrer Matthias Regniet Opfer von Computer-Hackern

Kriminalpolizei warnt vor falschen E-Mails : Chorleiter Matthias Regniet Opfer von Computer-Hackern

In Fake-E-Mails wird behauptet, der in der Region bekannte Chorleiter und Musikdozent sei bei einer Reise in die Ukraine bestohlen worden.

( Irritation lösen im Moment E-Mails aus, die angeblich von Matthias Regniet verfasst wurden. Darin wird behauptet, der in der Region bekannte Chorleiter und Musikdozent sei bei einer Reise in die Ukraine bestohlen worden. Er sei jetzt ohne Reisepass und Kreditkarte. Tatsächlich sind diese E-Mails von einem Betrüger verfasst worden. Die inzwischen eingeschaltete Kriminalpolizei ermittelt.

Wie Matthias Regniet im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt, ist er keineswegs in der Ukraine, und auch nicht bestohlen worden. Allerdings haben sich offensichtlich Hacker in seinen E-Mail-Account eingewählt, um den falschen Hilferuf zu verfassen.

Der Musiker berichtet: „Am vergangenen Montag hat sich offenbar jemand eingehackt, denn seit Montag kam ich nicht mehr in meinen eigenen E-Mail-Account.“ Die Betrüger hatten offensichtlich das Password verändert.

Seit dem Zeitpunkt, an dem unzählige Haushalte den angeblichen Bettelbrief erhalten haben, steht das Telefon der Familie Regniet nicht mehr still. „Die Telefonleitung ist oft regelrecht überlastet“, sagt Regniet – denn zur Versendung des fingierten Notrufs wurden offensichtlich alle Kontakte genutzt, die der Musiklehrer in den vergangenen zehn Jahren in seinem persönlichen Adressbuch hatte. Sogar Adressen von Busunternehmen waren dabei, die in der Vergangenheit vor Konzertreisen angeschrieben hatte.

  • Das Pascal-Gymnasium am Schwarzer Weg.
    Schulen in Grevenbroich : Pascal-Gymnasium soll auf Dauer fünfzügig werden
  • Hobby-Astronom Dieter von Montfort mit einem
    Sternschnuppen-Nächte in NRW : Hobby-Astronom gibt Tipps für die Perseiden-Nächte
  • Corona im Rhein-Kreis Neuss : Zwei weitere Todesopfer in der Pandemie

Der Musiklehrer dazu: „Das Schreiben war natürlich nicht von mir, und wir konnten inzwischen in Erfahrung bringen, dass die E-Mails von einem Server aus Nigeria verbreitet worden war.“ Per WhatsApp und Facebook versucht Matthias Regniet jetzt über den Hackerangriff zu informierten, dessen Opfer er war.

Die Kripo empfiehlt, derlei Fake-E-Mails am besten zu löschen, vor allem aber, kein Geld zu überweisen. Und Matthias Regniet hat inzwischen tunlichst eine (geheime) neue E-Mail-Adresse.