Grevenbroich: Musiker spielen 20.000 Euro ein

Grevenbroich : Musiker spielen 20.000 Euro ein

Zwölf Tambourkorps und fünf Musikkapellen spielten im ausverkauften Festzelt für einen guten Zweck: Am Ende konnte den Hospizinitiativen "Jona" und "Schmetterlinge" jeweils 10.000 Euro übergeben werden.

Das vierte Benefizkonzert der Marschmusik war ein voller Erfolg. Im ausverkauften Festzelt auf dem Kirmesplatz traten am Samstag zwölf Tambourkorps und fünf Musikkapellen für den guten Zweck auf. Zu vorgerückter Stunde konnte Mitorganisator Dietmar Klöther eine erfreuliche Nachricht verkünden: Wie beim Benefizkonzert vor drei Jahren waren auch diesmal wieder 20.000 Euro zusammengekommen. Das Geld kommt je zur Hälfte der "Jona"-Hospizbewegung in Grevenbroich und der Hospizinitiative "Schmetterlinge" in Neuss zugute.

Die Flutkatastrophe in Ostdeutschland im Jahr 2002 war der Auslöser für das erste Benefizkonzert gewesen — damals wurden 6500 Euro eingenommen. Drei Jahre später waren es dann schon 10.000 Euro. Während bei der ersten Veranstaltung gerade mal eine Musikkapelle mitmachte, waren es jetzt fünf: Neben der Jägerkapelle Hochneukirch, die von Anfang an dabei ist, spielten der Musikzug TV Orken, die Bundesschützenkapelle Neuss, der Musikzug "Blüh auf" Frimmersdorf sowie die Musikkapelle "Die Niederrheiner" auf — und natürlich die zwölf Tambourkorps, die die Musikgemeinschaft bilden.

Zu später Stunde ein besonderes musikalisches Erlebnis — und ein optischer Leckerbissen noch dazu: Die kompletten Musikkapellen sowie jeweils acht Musiker aus jedem Tambourkorps bildeten eine beeindruckende Einheit. Es wurde unter anderem der "Regimentsgruß" gespielt und als Zugabe "Moldau Salut" unter der Stabsführung von Tambourmajor Ronald Bronneberg vom Tambourkorps Orken.

Durch das Programm führten Roland Knapp vom Tambourkorps Orken und Stefan Göddertz vom Tambourkorps Neuenhausen. Für Dietmar Klöther (52) war die große Resonanz keine Überraschung: "Neben Marschmusik haben wir auch volkstümliche Melodien im Repertoire." Und Musik, die man diesen Formationen, wenn man sie nur von Schützenfesten her kennt, nicht unbedingt zutrauen würde, wie Ausschnitte aus der Verdi-Oper "Aida" oder Kompositionen der "Comedian Harmonists".

Diese Mischung gefiel dem Publikum. Mit dabei im leicht überheizten Zelt: Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Auch komplette Schützenzüge hatten den Weg in den Planenbau gefunden. Worüber sich die Organisatoren freuten: "Die Zuhörer kamen nicht nur aus Grevenbroich, sondern auch aus Städten wie Mönchengladbach, Düsseldorf, Köln und Essen", erklärte Roland Knapp gegenüber unserer Zeitung. Ein weiteres Indiz für die Attraktivität der Veranstaltung: Es gab weitere Anfragen von entsprechenden Musikeinheiten.

(NGZ)