Grevenbroich: Musiker bringen festlichen Glanz in die Christuskirche

Grevenbroich: Musiker bringen festlichen Glanz in die Christuskirche

Einen festlichen Glanz verbreiteten Chor und Orchester jetzt in der Christuskirche. "Fast wie das Weihnachtsoratorium war das Programm zusammengestellt", sagt Kreiskantor Karl-Georg Brumm. Wie im bekanntesten aller Bach-Werke erklang zunächst eine adventliche Kantate, anschließend waren die Sopranarie "Bereitet die Wege, bereitet die Bahn" und die Bassarie "Wacht auf, wacht auf" zu hören.

Dabei verliefen die Vorbereitungen für das nur alle zwei Jahre stattfindende große Weihnachtskonzert der Evangelischen Kantorei nicht ohne Schwierigkeiten. Nach kurzfristiger krankheitsbedingter Absage des Tenors musste ein Sänger gefunden werden, der sich binnen 24 Stunden einarbeiten konnte.

Die Gemeinde fand in dem aus Australien stammenden Tenor Scott Wellstead den richtigen Mann. Der junge Solist fügte sich nahtlos in das bewährte Solistenensemble ein, dem unter anderem im Eingangs-chor "Unser Mund sei voll Lachens". Bach-Kenner wurden mit der Ouvertüre der D-Dur-Suite überrascht, die der Thomaskantor zu einem strahlenden Eingangschor mit Pauken und Trompeten umgearbeitet hatte.

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Uwe Brandt begeisterte bei der instrumentalen Zwischenmusik an der Orgel mit dem Konzert Nr. 13 von Georg Friedrich Händel, das den Beinamen "Kuckuck und Nachtigall" trägt. Fröhlich kommentierten Bläser und Streicher anschließend die Arie des Basses "Blast, ihr Flöten, rührt, ihr Saiten" von Telemann. Fagott und Geigen boten Hirtenmusik, Trompeten und Pauken begleiten das Engelslob des Chores. So zeigten Solisten, Kantorei und Orchester im gelungenen Weihnachtskonzert, dass schöne Musik auch außerhalb ausgetretener Pfade zu entdecken ist, bevor es künftig wieder einmal das Weihnachtsoratorium gibt.

(NGZ)