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Montzstraße in Grevenbroich: Bomben-Suche startet in der City

An der Montzstraße in Grevenbroich : Bomben-Suche startet in der City

Vor dem Start der Erft-Quartiert-Arbeiten sondieren Spezialisten den Untergrund. In wenigen Tagen sollen die Arbeiten für den Aushub der Baugrube beginnen. Noch in diesem Jahr soll die Bodenplatte gegossen werden.

An der Montzstraße im Stadtzentrum sollen in wenigen Tagen die Bauarbeiten für das Erft-Quartier beginnen. Kabel, die dicht am Baugrundstück lagen und den Beginn der Tiefbauarbeiten über Monate hinweg blockiert hatten, sind nun an eine andere Stelle verlegt worden. Die Bagger, die die Grube für die Tiefgarage ausheben sollen, können trotzdem erst in ein paar Tagen anrücken. Denn jetzt sind erst einmal Spezialisten des Kampfmittel-Beseitigungsdienstes an der Reihe.

Sie untersuchen den Untergrund auf mögliche Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie Rathaus-Sprecher Lukas Maaßen auf Anfrage erklärt, handelt es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Geplant sind 75 Bohrlöcher auf dem Gelände, in die spezielles Gerät eingeführt wird, mit dem der Boden auf Anomalien hin überprüft werden kann. Die Bohrlöcher sollen bis zu neun Meter tief sein.

Für die Tiefgarage mit 48 Pkw-Stellplätzen, die dort entstehen soll, muss ein acht Meter tiefer Schacht ausgehoben werden. Murat Beyaz­yüz, Geschäftsleiter des Unternehmens Peker, das dort investiert, ist froh, dass die Kampfstoffsondierung beginnt. Die Arbeiten sind die letzte Hürde vor dem Baubeginn, der ursprünglich schon im ersten Quartal dieses Jahres hätte erfolgen sollen. Doch durch die notwendige Verlegung alter Leitungen im Boden war es immer wieder zu Verzögerungen gekommen, auch entstanden dem Bauherrn dadurch zusätzliche Kosten in Höhe von 85.000 Euro.

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Zwischenzeitlich hatten sich viele Grevenbroicher gefragt, ob auf der Brachfläche überhaupt noch einmal gebaut wird. „Alle Arbeiten sind vergeben. Wir wollen jetzt so schnell wie möglich loslegen. Ziel ist, dass noch dieses Jahr die Bodenplatte gegossen wird“, sagt Beyazyüz.

Geplant ist an der Montztstraße ein Neubau mit 37 Wohnungen. Auch Geschäftsräume sollen dort entstehen. Das Investitionsvolumen liegt bei zwölf Millionen Euro. Ein künftiger Mieter steht bereits fest: Die Gesellschaft „Leben & Wohnen“ der Lebenshilfe im Rhein-Kreis Neuss möchte dort ihre Verwaltung unterbringen.