Planungsausschuss signalisierte grünes Licht: Mobilfunk-Antenne im Kirch-Turm

Planungsausschuss signalisierte grünes Licht : Mobilfunk-Antenne im Kirch-Turm

Im Turm der St. Martinus-Kirche werden in absehbarer Zeit nicht nur die schweren Glocken hängen: Ein Mobilfunk-Betreiber plant, im Inneren des historischen Gemäuers eine Antenne mitsamt Betriebsraum unterzubringen.

Der Planungsausschuss unter Leitung von Josef Theisen signalisierte am Dienstag grünes Licht für dieses Vorhaben. Nach der Baunutzungsverordnung handelt es sich bei dieser Anlage keineswegs um eine Antenne, sondern um einen so genannten "sonstigen nicht störenden Gewerbebetrieb", der einer Ausnahmegenehmigung bedarf.

Aus Sicht der Stadtverwaltung bestünden keine Einwände gegen dieses Projekt, erklärte Planungsdezernent Werner Hoffmann vor den Ausschuss-Mitgliedern. Die Sendeanlage verursache weder erhöhten Publikumsverkehr, noch seien relevante Geräusch- oder Geruchsimmissionen zu befürchten. Zudem würde die Antenne das Stadtbild nicht beeinträchtigen, da sie versteckt im Inneren des Turms errichtet werde.

Der Antragssteller hatte sein Vorhaben mit der Sicherstellung der Mobilfunk-Versorgung begründet. Die Antenne gewährleiste der umliegenden Bevölkerung die Dienstleistungen der mobilen Telefonierens und decke damit einen wichtigen Bedarf an sozialer Kommunikation ab.

Die St. Martinus-Kirche sei ideal für dieses Vorhaben: Denn eine Antenne im Glockenturm versorge funktechnisch einen größeren Bereich, als dies ein niedrig gelegener Standort gewährleisten könne. "Im letzteren Falle wäre zur flächendeckenden Versorgung des Stadtgebiets die Errichtung einer Vielzahl weiterer, enger zusammenliegender Funkstandorte notwendig", heißt es in dem Antragsschreiben.

Solche Antennen müssten zudem größer dimensioniert sein und würden weitaus augenfälliger im Blickfeld stehen als eine Anlage im Glockenturm einer Kirche. Der Planungsausschuss erteilte ohne Diskussion sein Einvernehmen zum Bau dieser Anlage. Mit einer zügigen Umsetzung kann gerechnet werden, zumal der Landeskonservator seine denkmalrechtliche Erlaubnis bereits in Aussicht gestellt hat. wilp

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE