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Grevenbroich: Mit altem Ausweis Geld sparen

Grevenbroich : Mit altem Ausweis Geld sparen

Während es in vielen Städten einen regelrechten Ansturm auf den alten Personalausweis gibt, bleibt es in Grevenbroich verhältnismäßig ruhig. "Bislang hat es noch keinen ,Run' gegeben", erklärte gestern Rathaussprecher Andreas Sterken.

"Wir müssen abwarten, was die restliche Woche bringt." Ab dem kommenden Montag wird der neue Personalausweis im Scheckkartenformat bundesweit eingeführt. Er ist zwar teurer als der alte, bietet aber mehr als sein Vorgänger. Mit ihm soll sich der Besitzer künftig im Internet und an Automaten ausweisen können.

Durchschnittlich wurden zwischen Januar und September monatlich 720 Personalausweis-Anträge im Grevenbroicher Bürgerbüro aufgenommen und an die Bundesdruckerei in Berlin übermittelt. "Im Oktober waren es bisher 556 Anträge", betonte Andreas Sterken: "Von einem ,Endspurt' kann daher nicht gesprochen werden — es sei denn, er setzt jetzt noch ein."

Bürger, deren Ausweis unter einem halben Jahr gültig ist, können bis zum Ende der Woche noch den "Perso" nach alter Machart beantragen. Ihn gibt es nach wie vor für eine Gebühr von acht Euro. Ist der Ausweis länger als ein halbes Jahr gültig, müssen 13 Euro für einen Ausweis nach altem Prinzip gezahlt werden. Zum Vergleich: Der neue Ausweis kostet 28,80 Euro (für Bürger ab 24 Jahren) beziehungsweise 22,80 Euro (unter 24 Jahren).

Die Mitarbeiter des Bürgerbüros bereiten sich seit dem Frühjahr auf die Einführung des neuen Personalausweises vor. "Seither wurden wir mit sehr vielen schriftlichen Informationen versorgt", erklärt Jürgen Preckel (43), Leiter des Bürgerbüros. Nach der Theorie folgt jetzt die Praxis. Sobald am Wochenende die letzten Software-Updates auf die Computer gespielt wurden, werden die Mitarbeiter des Bürgerbüros am Montag (Allerheiligen) eine Sonderschicht einlegen. "Wir wollen testen, ob alle Programme fehlerfrei laufen", so Preckel. Zudem soll mit der Stoppuhr gecheckt werden, wie lange es dauert, bis ein Antrag bearbeitet ist. "Wir wollen für den Dienstag entsprechend gerüstet sein", meint Jürgen Preckel.

Experten gehen davon aus, dass sich die Bearbeitungszeit für den neuen Personalausweis verdreifachen wird.

(NGZ)